Donnerstag, 30. Juni 2016

Das erste Mal im Paradies

Jetzt muss dieser Beitrag mal endlich geschrieben werden, bevor es für paradiesisches bei Michaela und gefiedertes bei Susanne zu spät ist.

Ich wollte meine paradiesischen Versuche für die Sommer-MailArt in einem Buch sammeln, aber in meinem Bücher-Fundus war kein wirklich geeignetes - wie es halt immer so ist. Schließlich hat man ja auch einen Schrank voll nichts anzuziehen;-)
Da fiel mir dieses seit 2011 in Lauenburg angefangene Buch wieder in die Hände. Es ist ein alter Bildband, der damals fast komplett auseinander genommen wurde.

Die meisten dünnen Seiten wurden herausgeschnitten und dafür weniger, aber dicke und dunkle Fotokartonseiten eingeklebt - das war der Stand. Ich habe jetzt noch ein paar helle Seiten ergänzt und diesen Buchblock wieder im Umband montiert.
Und weil für mein Vorhaben der Titel " Die weite Welt" zwar nicht verkehrt, aber das Paradies doch schon auch irgendwie vorkommen sollte, wurde ein Streifen eingemogelt. Das "paradiesische" ist mit Gouache auf schwarzes Ingrespapier geschrieben, und weil Gouache nicht wasserfest ist, habe ich den Streifen vor dem Aufkleben mit mattem Heat'N Bond versiegelt. Glücklicherweise machte ich erst einen Versuch auf einem Papierstückchen, denn mit zu heißem Bügeleisen... die Folie klebte am Bügeltuch:-(  Aber mit etwas zurück genommener Temperatur und nicht zu lange auf einer Stelle verweilt, hat es dann gut geklappt. Auf dem Buch ist der Streifen dann mit Buchbinderleim befestigt.

Und so sieht meine erste, paradiesische Seite aus. Die Einzelseiten haben eine stolze Größe von 33 x 27 cm, viel Platz also, um sich auszutoben:-)

So ist dieses Paradies entstanden:

Für den Untergrund die Seite zuerst mit Wasser besprühen und ein wenig grünes Brusho-Aquarellpulver hineinstreuen.
Nach dem Trocknen Motive mit drawing gum oder Rubbelkrepp aufstempeln. Dafür die Flüssigkeit auf eine  Plexiglasplatte oder Folie o. ä. geben und etwas verstreichen, damit sie mit den Stempeln aufgenommen werden kann. Trocknen lassen.



Metallicfarbe ebenfalls auf eine Platte streichen und hauptsächlich die Seitenmitte mit Blumen bestempeln.











Für die Blätter habe ich zwei Stempel geschnitzt: 1-mal die Blattkontur und 1-mal die Fläche. Gestempelt wurde mit wasserfester Stempelfarbe in verschiedenen Grüntönen, für die Kontur dunklere, für die Flächen die helleren Töne verwenden.
Die mit drawing gum bestempelten Stellen abrubbeln.



Die Blume zusätzlich auf weißen Karton stempeln. Ich habe nur die mit VersaMark gestempelten und embossten Blumen verwendet. Diese ausschneiden und etwas in Form biegen, dann nur in der Mitte mit einem Klebepunkt befestigen.









Das Vögelchen 1-mal auf weißen Karton und 1-mal auf eine alte Buchseite stempeln. Den Bauch aus der Buchseite schneiden und auf den Kartonabdruck kleben. Mit Aquarellfarben kolorieren und ausschneiden.
Auf die Seite kleben und den Ast mit Acrylfarbe "verlängern".
Ich habe noch einen 3D-Lackpunkt auf das Auge gesetzt, aber wirklich erkennen kann man es hier leider nicht.



verlinkt mit Michaelas Mustermittwoch und Susannes Papierliebe

Mittwoch, 29. Juni 2016

MüllerinArt in Speyer

Vergangenes Wochenende war Michaela in Speyer im Textilstudio für einen Kurs "Musterdrucken und Buchbinden nach MüllerinArt" und ich war eine der Glücklichen, die einen Platz ergattert hat.

Die "Hauptarbeit" war ein Buch, bei dem der Buchblock separat gebunden und dann in den Einband montiert wird.
Desweiteren sind noch Hefte entstanden und eine Kladde mit Buchringen. Dazu bekamen wir auch gezeigt, wie man Stoff kaschiert, damit man ihn zum Beziehen verwenden kann, ohne dass Kleber durchschlägt!

Das ist meine Ausbeute:-)
 Hier lässt sich gut arbeiten!


Am Samstag begannen wir mit dem Schnitzen von Stempelmustern, die wir zuerst auf Karten ausprobiert haben. Das sind meine Ergebnisse:


Diesen Stempelgummi habe ich von meiner Nachbarin geschenkt bekommen - vielen Dank, liebe Tanja! Diese Gummis kamen aus Amerika und es gibt sie leider nicht mehr. Sehr dick und weich und kein ganz glattes Stempelbild, eher ein used-look, aber ich habe vergessen, wie der Gummi heißt.
Als wir warm gestempelt waren, sind wir auf größere Formate umgestiegen und haben für unser Buch die Bezugspapiere mit Acrylfarbe gestaltet. Ich habe Ingrespapier verwendet, das mag ich zum Kaschieren, weil es sich so schön "anschmiegt".
Aus den (noch) nicht verwendeten zwei Papieren sollen nochmal Bücher in gleicher Bindeart und Format entstehen!





Für die Spiegel durften wir uns bei Michaelas Schätzen bedienen.
An dieser Stelle noch einmal Danke für die Musterberatung! Ich bin da so ein langweiliger Feigling, wahrscheinlich hätte ich unifarbenes Papier verwendet:-(
Die Lagen sind aus Dorée-Papier und auch das Kapitalbändchen fehlt nicht!
Hier sieht man Michaela beim Stylen der Schätze,
damit sie bereit fürs Fotoshooting waren;-)

Es war ein sehr inspirierendes, schönes Wochenende, welches wie immer, wenn man Spaß und Freude hat, viel zu schnell vergangen ist. Ein gelungenes Rundumpaket für Leib und Seele! Ein herzliches Danke an Michaela, Sabine und Brunhilde! Ich komme gerne wieder!


Dienstag, 28. Juni 2016

Pferdeliebe

Eigentlich ist Ronja (noch) gar kein Pferdefan, aber dieser Stoff musste es trotzdem unbedingt sein. Zusammen mit dem Streifenjersey gab es also pünktlich zu den ersten wirklich heißen Tagen ein neues Sommerkleid - das die Maus seither nicht mehr ausgezogen hat.

Der Schnitt ist das Trägerkleid von klimperklein mit Flügelärmelchen und Rüsche. Den Ausschnitt habe ich statt mit Bündchen mit einem Jerseystreifen eingefasst.

Das Kleid sitzt einfach ganz prima, ich habe den Schnitt im letzten Sommer schon mehrfach genäht. Und es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein.

Ein Rest vom Pferdeliebe-Stoff war noch übrig, was daraus geworden ist, zeige ich euch dann am Freitag!

Ich habe noch ein kleines Stück des Stoffes übrig (ca. 24 cm x 1 m plus Anhang); drei Mal das ganze Motiv, zwei Mal leicht angeschnitten und ein bisschen Gekrösel. Wenn das gerne jemand haben möchte, ich tausche gegen eine kleine Überraschung. Meldet euch einfach bei mir.

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Schnitt: Trägerkleid von klimperklein
Stoff: Pferdeliebe und Streifenjersey von lillestoff

Montag, 27. Juni 2016

Fingerfarbe selbst machen - ein Versuch

Vor einiger Zeit habe ich einmal gelesen, dass man Fingerfarbe auch selbst mischen kann. Das Rezept klang denkbar einfach: 100ml Wasser plus 2 Esslöffel Mehl plus etwas Speisefarbe. Alles gut mischen, in ein Glas füllen - fertig.

Das wollte ich unbedingt mit den Kindern ausprobieren. Absolut ungiftige Farbe, bei der auch schon die Kleinste mitmischen(matschen) kann, das klang prima.

Gesagt - getan... doch die erste Ernüchterung blieb nicht aus. Das Mehl band die Farbe überhaupt nicht, sie war viel zu dünn. Also habe ich die Mischungen jeweils auf den Herd gestellt und bis kurz vor dem Siedepunkt erwärmt - jetzt bekam das Ganze eine angenehme Pudding-Konsistenz. Die Farben waren auch annehmbar, die Kinder stürzten sich aufs Ausprobieren.

Wirklich malen konnte man mit den Farben allerdings nicht, da die Farbe nicht auf dem Papier haften blieb, lediglich aus Schneckenlinien neben den Fingerspuren war sie zu sehen. Zum matschen allerdings war sie prima, die Kinder haben schlussendlich die Beeteinfassung unserer "Erdbeerplantage" gestrichen, die bis zum nächsten Regen recht witzig aussah.



Fatiz: bunter Matsch-Pudding lässt sich so herstellen, als Fingerfarbe taugt dieser allerdings nicht. Vielleicht ist es ganz witzig für die Kleinsten zum Spielen in der Badewanne (vor dem Baden), die "Farbe" lässt sich auch sehr gut wieder entfernen. So lässt sich auch mal ein Regennachmittag gut überbrücken.

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Freitag, 24. Juni 2016

Paradiesische und andere Muster

Mir schwebte da ein Seil-Muster vor und inspiriert von Kristina und Michaela mit ihren geviertelten Motiven und endlosen Mustern wollte ich das auch probieren. Aber es ist noch sehr ausbaufähig. Eigentlich sollte sich ein nahtloser Kreis oder ein in Wellen verlaufendes Seil stempeln lassen. Nahtlos ist anders und rund ist der Kreis auch nicht.






Aber weil Stempel schnitzen ja ziemlich Spaß macht und ich mich auch schon mal paradiesisch üben wollte, sind viele weitere Muster entstanden - und in den Tiefen der Schränke hat sich noch so manches längst vergessene "Stempelchen" gefunden. Z. B. diese Linol-Schnörkel sind bestimmt schon 25 Jahre alt.





Diese Plusterpen-Muster sind auch etwas älter, teilweise werde ich die aber, zumindest für mein paradiesisches Buch, verwenden.














Hiervon habe ich viele für meine Paradiesseite verwendet.






























Und das sind meine Lieblinge, ich weiß nur noch nicht, wo ich sie verwenden will.
Für das &-Zeichen links außen habe ich den von mir nicht geliebten, weißen Gummi verwendet. Ich mag den nicht so gerne, weil er sehr weich und krümelig ist. Da dieses Ampersand einen etwas "schundigen" Used-Look kriegen sollte, war es gut, dass der Gummi etwas krümelig ist. Die grüne Platte habe ich zum ersten Mal verwendet, gefällt mir gut, lässt sich schön verarbeiten.


Und hier noch ein kleiner Sneak auf die erste Seite von meinem Paradiesbuch. Davon und wie es zu diesem Buch kam, erzähle ich demnächst mehr.



Und nun schnell ab damit zum freutag:-)

Donnerstag, 23. Juni 2016

daskindmachtmichwahnsinnig

Laufen kann sie noch nicht, aber klettern.

Mit Vorliebe auf den Kindertisch, von wo aus sie dann die Stifte der Großen auf den Boden pfeffert. Oder in den Scheren wühlt, oder im Klebstoff. Alles ganz tolle Spielzeuge für Einjährige, zumindest ihrer Meinung nach. Ganz toll sind auch Pinsel - auch für mich, denn die schneiden wenigstens nicht.

Damit ich hier überhaupt noch zu etwas komme, habe ich alle kleinen Stühle hochgestellt und die Rutschekuh parkt in unbeobacheten Momenten hinter dem Ofengitter. Allerdings hatte ich da die Rechnung ohne meine kletterwütige Tochter gemacht... siehe links. Omgh

Mittwoch, 22. Juni 2016

Box für Wanderkarten

Manu wünschte sich eine "Heimat" für seine vielen Wanderkarten, damit er leichter Ordnung halten kann.
Die Box habe ich aus 3 mm dicker Graupappe gebaut und die seitlichen und unteren Ecken mit Nassklebeband umklebt. Für die Oberkante musste Washi herhalten.
Als Bezugspapier hatte er sich eine Landkarte gewünscht. Die Wahl fiel dann auf eine Rad- und Wanderkarte von 1980 aus dem Kreis, in dem er ein paar Jahre später geboren wurde. Und weil er seit einigen Jahren wieder am Neckar wohnt, ist auch hier der Bezug da und dieser fließt nun von links unten nach rechts oben um die Kiste.
Die Rückwand und Innenwände sind mit Scrapbookpapier verkleidet.
Die Box macht einen richtig stabilen Eindruck, ich hoffe, dass der Schein nicht trügt.
Komplettiert ist sie noch mit einem Metallrähmchen und eingestecktem Schildchen. Falls er mal (was bestimmt der Fall sein wird!) weitere Kisten braucht, können sie auch fortlaufend nummeriert oder beschriftet werden.

Und nun darf diese Box zu miss red fox, sie sammelt diesen Monat Geschenke mit/aus Landkarten.

Dienstag, 21. Juni 2016

Ronjas Rock



Die Wilde Hummel wünschte sich einen Rock - und da ich irgendwie davon ausgegangen bin, dass es im Sommer warm wird, habe ich ihr einen genäht. Ganz sommerlich in mint, pink und weiß.


Der Rock ist der Miaria von Frl Päng, das Shirt dazu eine Marlene von Schnittreif.
Der Rock sitzt super, und außer dass ich die Eingriffe an den Taschen etwas mehr gerundet habe, habe ich auch nichts geändert.
Beim Shirt würde ich das nächste Mal die Ecken ein wenig mehr in Richtung Hals ziehen - mit drei Jahren tobt man doch sehr viel und es ist doof, wenn das Shirt dann verrutscht. Ansonsten sitzt es aber auch super.
Für unter dem Rock habe ich noch eine kurze Radlerhose genäht. Irgendwie ist mir das lieber, wenn sie beim Toben und Klettern noch etwas an den Beinen hat.
Jetzt müsste es dann nur wieder warm werden!

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Montag, 13. Juni 2016

Sommer - manchmal...

... aber wirklich nur manchmal guckt der Sommer auch hier um die Ecke.
Und ein paar Sonnenstrahlen haben wir auch gleich genutzt, um meine allererste "richtige" Jeans zu fotografieren, die ich genäht habe. Mit richtig meine ich, sie hat einen Bund, einen Reißverschluss und einen Knopf. Bisher habe ich nämlich nur Hosen mit Bündchenabschluss genäht.
Irgendwie habe ich mich vor einer solchen Jeans bisher immer gedrückt, aber ich muss sagen, das war ganz unbegründet. Die Hose hat richtig gut geklappt - daher bleibt es auch bestimmt nicht die letzte.

Genäht habe ich eine Canelita in Größe 116. Da die Hose angeblich recht eng sitzt, habe ich mich nicht getraut, einfach eine kleinere Größe zuzuschneiden. Hätte ich aber mal besser, so habe ich nämlich nach der ersten Anprobe nochmal rund zwei Zentimeter in der Weite weggenommen und zusätzlich noch einen Gummizug in den Bund eingebaut. Meiner Bohnenstange hätte sicher auch die 110 prima gepasst - und die Länge kann man ja anpassen. Merke fürs nächste Mal: erst messen, dann nähen! (Nur dumm, dass die Kinder immer entweder im Bett oder im Kindergarten sind, wenn ich mal an die Nähmaschine komme.... *g*)

Die Hose selbst habe ich aus einer aussortierten Jeans von Oma Moni zugeschnitten, das hat prima funktioniert. Die Taschen habe ich einfach etwas schmaler wiederverwendet. Für den helleren Aufschlag und die Tascheneingriffe habe ich die linke Stoffseite genommen, das wollte ich schon lange mal ausprobieren. :-)
Und eine zweite abgelegte Hose liegt auch schon zum zerschneiden bereit, wir hoffen ja doch noch auf Sonne Sommer Sonnenschein. Es kann ja nur besser werden!

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Montag, 6. Juni 2016

Gutschein und Leporello-Anhänger

Ein Kreativwochenende (von und mit mir;-)) war der Wunsch.
Damit man trotzdem was "in Händen" hat, durfte der Gutschein gerne etwas größer ausfallen. Er misst ca. 13 x 30 cm. Angehängt wurde ein Mini-Leporello mit dem gleichen Text, wie im letzten Post.

Hier der Größenvergleich;-)





Dieses Mal habe ich aber mit einer Spitzfeder geschrieben, mit dem Pinsel hatte ich Riesenschwierigkeiten und es sah einfach nicht aus.
Der Streifen für das Leporello war ca. 5 cm breit, die Kantenlänge des "Deckels" also etwas mehr als 3,5 cm. Bezogen habe ich die Dreiecke mit Vorsatzpapier, welches mit Moorlauge gefärbt war und dann mit einem Stäbchen braune Lackfarbe darauf "gespritzt".


Für den Gutschein habe ich zuerst eine Collage mit einem ca. 50 x 60 cm großen Bogen Ingres von Hahnemühle gemacht. Das Papier ist 100 g schwer. Für die Collage habe ich Teebeutel, Buchseiten, Rostpapier, bekritzeltes Seidenpapier und dünne Naturpapiere verwendet. Zuletzt habe ich Finetec-Gold mit einem Pinsel aufgesprenkelt.

Für die "Hülle" wurde dann ein ca. 35 cm breiter Streifen in ganzer Länge abgeschnitten. Oben und unten ca. 2,.. cm umklappen, so dass als Höhe noch minimal mehr als DIN A4 blieb. Dieser Streifen wurde etwa gefünftelt. Das rechte Fünftel ist das schmalste, es wird nach innen geschlagen und oben und unten festgeklebt, damit eine Tasche entsteht. In die linke "Hälfte" (hier habe ich einen Gelliprint mit Schrift als "Spiegel" eingeklebt) wird für den Text mittig eine Lage aus verschiedenen Elefantenhaut-Bögen eingebunden, die rechte Hälfte wird um dieses "Heft" gewickelt, deshalb muss sie etwas breiter sein.

 Die Elefantenhaut-Seiten für die Lage waren etwas außerhalb der Mitte gefaltet und mit den schmalen Seiten abwechselnd rechts und links eingebunden.

Die Bindung ist eine einfache Heftbindung, ich habe wie in der Zeichnung gezeigt durch 5 Löcher genäht. Innen spannt der Faden vom zweiten Loch über das Mittelloch zum vierten Loch.
Damit dieser Faden später ebenfalls fixiert ist, muss darauf geachtet werden, dass er, wenn man am Ende wieder durch das Mittelloch zurück sticht, zwischen dem Anfangs- und Endfaden liegt. Anfang und Ende werden über diesem gespannten Faden geknotet. Somit sitzt er fest und der Knoten kann auch nicht durch das Loch nach außen rutschen.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Leporello mit Pinselschrift

Im ersten Frühlings-Kalligraphiekurs beschäftigten wir uns mit der Englischen Schreibschrift mit dem Pinsel.
Als Abschlussarbeit machten wir ein Dreieck-Leporello. Es hat eine Kantenlänge von 8 cm, der Leporellostreifen ist 10 cm breit. Wie es gefaltet wird, habe ich hier schon einmal gezeigt. Für den Schnörkel auf dem Deckel habe ich einen Wassertankpinsel und Maya Gold in Nachtblau verwendet.
Ein Leporello bot sich an, weil bei einer einzelnen Zeile die schnörkeligen Buchstaben gut zur Geltung kommen.







Hauptsächlich habe ich mit einem Pentel-Pinselstift geschrieben, damit hatte ich meine besten Ergebnisse.
Ich hatte größte Schwierigkeiten mit den feinen Linien und kam mir oft wie ein Grobmotoriker vor, da sie immer gleich wieder zu dick wurden, weil zu viel Druck auf dem Pinsel war. Eigentlich darf die Pinselspitze nur über das Blatt schweben:-)