Freitag, 28. April 2017

Unser PullunderShirt

Heute zeige ich euch mal einen süßen neuen Schnitt, der gestern bei Frlein Faden erschienen ist - und den ich in den letzten Wochen probenähen durfte.


PullunderShirt deshalb, weil ihr das Teilchen sowohl für kühleres Wetter als Pullunder als auch für heißes Wetter als ärmelloses Shirt nähen bzw. tragen könnt. Ich finds super und die Minimaus mag ihre neuen Pullunder auch sehr. (Insgesamt habe ich vier genäht, die zeige ich euch dann alle im Laufe der nächsten Tage.)

Der Schnitt bietet mit seinen unterschiedlichen Abschlüssen, der Teilung, den Taschen und zwei möglichen Kapuzen mit oder ohne Bündchen zusätzlich zum normalen Halsausschnitt insgesamt 60 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten;
Wenn ihr die Teilung nur einseitig macht oder die Armausschnitte statt mit Bündchen mit Schrägstreifen einfasst sind es sogar 280.
Also auf jeden Fall eine ganze Menge!
(Das kam mir heute morgen um 3 in den Sinn, als ich kurz wach war. Manchmal hat man nachts doch komische Gedanken... )

Hier seht ihr meine Lieblingsversion mit Zipfelkapuze, Teilung mit Taschen und geradem Saum ohne Bündchen. Genäht aus Sommersweat.

Schnitt: Baby Pullundershirt von Frlein Faden
Stoff: Freunde für Immer, Kuller und Bündchen von Stoffonkel, oranger Sweat aus dem Bestand.
verlinkt bei: Freutag, meertje, kiddikram, made4girls, ich näh bio

Buch in umgekehrter Piano Hinge-Bindung

Ein Freund hatte neulich Geburtstag und weil er vor einem Jahr in Rente gegangen ist, hat er jetzt ja viiiiiiiiiel Zeit ; ) Deshalb bekam er von uns als kleinen Wink mit dem Zaunpfahl ein Skizzenbuch geschenkt.
Es hat etwa das Format 30 x 18 cm und für die Lagen habe ich unterschiedliche Papiere verwendet: hauptsächlich Vorsatzpapier, aber auch Aquarell- und geripptes Pastellpapier. Der äußerste Bogen ist immer Vorsatzpapier, damit der Buchrücken farblich einheitlich erscheint.

Diese Bindeart habe ich hier bei Alisa Golden gefunden, sie nennt es "Flat-Style Australian Reverse Piano Hinge binding".
Bei der "normalen" Piano Hinge-Bindung sind die Aussparungen im Buchrücken und die Lagen werden da nach außen durchgesteckt und außen am Buchrücken mit eingeschobenen Gegenständen (meist Stäbchen) an Ort und Stelle gehalten. Deshalb hier "umgekehrte" Piano Hinge, weil die Aussparungen in den Lagen sind und indirekt der "Buchrücken" eingesteckt und innen gesichert wird.

Damit sie in die Presse konnten,  habe ich zuerst die Buchdeckel fertig bezogen, außen und gleich auch die Spiegel. Die Vorderseite bekam eine Prägung. Dafür hatte ich das Wort "Skizzen" mit 10 mm breitem Automatic-Pen in der römischen Kursive auf Fotokarton geschrieben, die Buchstaben dann ausgeschnitten und aufgeklebt.

Als nächstes habe ich ca. 300 g schweren Aquarellkarton für die Einschubstreifen "bemustert", nach dem Trocknen auch die andere Seite, weil später beide Seiten zu sehen sein werden.
Diesen Karton dann in Streifen schneiden und zwar so lang, wie die Lagen hoch sind und ca. 3 - 5 cm breit - was halt besser gefällt.
Nun geht es an den Buchrücken-Streifen, der Buchdeckel und Lagen zusammenhält.
Ich wollte schwarzes Ingres verwenden, da dieses Papier aber recht weich und dünn ist, hatte ich Sorge, dass es nicht stabil genug wäre. Deshalb wurde es mit 5 cm breitem, selbstklebendem Buchbinderleinen bezogen. Das Ingres hatte ich ca. 9 cm breit zugeschnitten und beide Längsseiten dann je ca. 1,5 cm breit umgeknickt. Das Buchbinderleinen dann so darüber kleben, dass der Überstand beidseitig gleich breit ist. Der fertige Streifen ist nun 6 cm breit. Die Länge richtet sich danach, wie viele Lagen eingebunden werden sollen, wie breit die "Einschübe" sein sollen und wie weit der Streifen auf die Buchdeckel ragen soll.

Nachdem das berechnet ist, wird der Streifen gefalzt und geknickt. Die Buchbinderleinen-Seite liegt innen. Auf jede nach innen zeigende "Ecke" wird eine Lage aufgesteckt.

Am Anfang- und Endstück wird ein zusätzlicher Falz in Buchdeckeldicke benötigt.

Jetzt werden alle Seiten für die Lagen zugeschnitten und passend ineinander gelegt. Damit die Schlitze in jeder Lage genau an der gleichen Stelle sitzen, wird eine Schablone hergestellt, anhand derer die "Punkte" für Anfang und Ende des Schlitzes übertragen werden.
Die Schablone in die Lage einlegen und Schlitzanfang und -ende mit der Ahle markieren. 
Die Schlitze mit einem Cutter an einem Lineal entlang herausschneiden, dabei darauf achten, dass die Seiten nicht verrutschen!
Wenn alle Lagen geschlitzt sind, wird von hinten nach vorn mit dem Binden begonnen.

Zuerst den Streifen auf der Außenseite des rückwärtigen Buchdeckels festkleben.
Dann die erste Lage aufstecken, ...
... und innen durch Einschieben eines Streifens sichern/befestigen.
So eine Lage nach der anderen einbinden und zum Schluss das Streifenende vorne auf dem Buchdeckel festkleben.
Hier hatte ich Tape als Begrenzungsstreifen angebracht, damit die Position sofort stimmt und kein Kleber verschmiert!
Fazit: Es gefällt mir gut, nur habe ich bei diesem großen Querformat das Gefühl, dass es etwas wackelig ist.
Ich möchte es gerne noch mit einem breiteren Streifen probieren, weil es dann ja auf breiterer Fläche gehalten wird. Falls die Lagen aber durch die breiten Schlitze vielleicht klaffen könnten, wäre eine weitere Möglichkeit, dass man mit zwei (oder bei einem Hochformat vlt. auch mit drei) Streifen arbeitet. Das könnte ich mir sowieso auch schön vorstellen!! Bei weniger dicken Buchdeckeln könnte man die Streifen auch auf die Innenseite durchziehen... Ein weites Feld : )


verlinkt beim freutag, meertjes und pamelopee

Mittwoch, 26. April 2017

Mini-Büchle - meine bisherige Bibliothek


Eigentlich müsste man noch Mini-Buchstützen dazu machen : )
Eine kleine, feine Bibliothek, so schön!

Als erstes Büchlein erreichte mich dieses Fotobuch von Ursula - mit Fotos, Stempelabdrücken, Frühlingsgedicht - und wie es sich für ein Fotoalbum gehört perfekt mit Spinnenpapier dazwischen!

Das zweite, ein personalisiertes Büchle,  kam von Eva.  ein richtiger sogenannter "Schinken", ein Mammutwerk, in echtes Leder gebunden! Mit Goethes Osterspaziergang und wundervollen Fotos.

Das dritte Büchlein von Stephanie kam, im passenden Gewand, in der Osterwoche : ) Frühlingsfrisch gestempelt, gestanzt, mit Gesso bestrichen, mit Blümchen, Hasen, Vögelchen, ...

Nummer vier, das Büchlein von Miriam im SnapPap-Mäntelchen, besticht mit seinen Fineliner-Zeichnungen und Aquarell-Akzenten.

Das fünfte Exemplar von Sandra ist richtig lecker: Es ist ein Rezept für Holunderblütensirup samt Zuckertütchen darinnen! Und um die Wartezeit zu verkürzen, hat sie gleich zwei Teebeutel mitgeschickt - die Holler-Zitrone habe ich gestern gleich genossen : )

Und hier ein aus der Ferne bewundertes Ulkau-Büchle, dieses darf ich dank Privat-Tausch nun auch mein Eigen nennen!!

Ich finde die Vielfalt der Ideen und Umsetzungen grandios! Euch allen ganz herzlichen Dank!!!!

Hier bei Michaela könnt ihr in der ganzen, wunderbaren Frühlings-MailArt-Bibliothek blättern.

Donnerstag, 13. April 2017

Zu den Sternen


Meine erste Negativapplikation. Das wollte ich ja schon ewig mal ausprobieren, aber irgendwie hat es sich nie ergeben. Hier ist sie nun also, ein Stern. Zugegeben, kein schwieriges Motiv, aber mehr brauchte es bei diesem Shirt einfach nicht.

Genäht habe ich eine Bethioua. Für uns fast zu weit, das nächste Mal nehme ich wohl eine kleinere Größe und verlängere entsprechend. Ist ja auch kein Problem.

Stoff: Sternchen von Stoff&Liebe, roter Jersey von Lillestoff
Schnitt: Bethioua von EllePuls
verlinkt bei: kiddikrammeertjemade4boysfür Söhne und Kerle

Mittwoch, 12. April 2017

Resteverwertung

Mal etwas für große Reste: wenn ihr genau hinschaut, seht ihr, dass ich für die Hose zwei unterschiedliche Sternchenstoffe verwendet habe - jeweils größere Reststücke eines Pullis. Da der Grauton der gleiche war, konnte ich sie zur Hose zusammenpuzzlen.
Die komplette Hose ist mit Jersey gefüttert, hier habe ich mal einen klassischen Fehlkauf vernäht - sieht ja eh keiner. *g*

Ich gebe es zu, auch diese Hose ist nicht neu. Aber mit Umbau und Umzug habe ich einfach vergessen, sie zu zeigen. Das hole ich jetzt nach.
Die Hose ist richtig bequem und sitzt sehr gut. Sie hat uns jetzt die ganze kältere Jahreszeit über begleitet.

Stoff: Reste aus dem Fundus
Schnitt: Bloomy One von nanoda
verlinkt beikiddikrammeertje, made4boys. für Söhne und Kerle

Dienstag, 11. April 2017

Herbstkleid im Frühling

Dieses Kleid habe ich schon im letzten Herbst genäht und irgendwie vergessen, Euch zu zeigen.

Die Maus hatte es komischerweise auch nicht oft an, obwohl es wirklich gut passt.
Ich glaube, ich muss es mal oben auf den Stapel legen... jetzt für den Frühling wäre es ja auch nicht verkehrt. Es wird ja sicherlich nochmal etwas kühler.

Stoff: Stoffonkel
Schnitt: Sweatkleid Chrissy von TiNaht
verlinkt bei: kiddikrammade4girlsHoTDienstagsdinge,creadienstagmeertje, ich näh bio

Freitag, 7. April 2017

Maulwurfkuchen


Heute möchte ich euch einmal etwas ganz anderes zeigen:
Unseren Kindergeburtstagskuchen der Wilden Hummel. Ein Maulwurfkuchen sollte es werden.

Gebacken habe ich einen runden Marmorkuchen. Anschließend habe ich oben eine Vertiefung hineingeschnitten und alles mit Milchschokolade überzogen. Die herausgeschnittenen Brocken wurden mit dunkler Schokolade überzogen und als Erdbrocken um das Loch geklebt.

Den Maulwurf habe ich aus Marzipan geformt und mit Schokolade "bemalt". Die Blüten sind ebenfalls aus Marzipan. Damit es etwas schneller geht, habe ich dafür einen Blattausstecher genommen (eigentlich für Fondant, funktioniert aber auch mit Marzipan) und jeweils die Blattspitzen mit einer flachgedrückten Kugel als Blütenmitte zusammengefasst. In die noch weiche Schokolade gesetzt hält das auch alles ganz prima.

verlinkt bei: Freutag, meertje

Donnerstag, 6. April 2017

Noch eine Fresa

Heute möchte ich euch unsere zweite Fresa zeigen. Dieses Mal ganz schlicht ohne Teilungen. So ist sie auch wirklich ratz-fatz genäht.

Die Hose ist aus einem dunkelbraunen Feincord mit Stickerei. Abgesetzt habe ich alles mit einer kupferglänzenden Paspel und brauner Webware mit klitzekleinen Goldpünktchen. So ein bisschen was Besonderes darf ja auch an einer ansonsten schlichten Hose nicht fehlen, soll sie auch mal freiwillig aus dem Schrank gezogen werden.

Die Hose sitzt super und ist mit Taschen, Gummizug und legerer Weite absolut Kindergartentauglich.

Was ich letztes Mal vergessen habe zu erwähnen: der Bund kann mit verstellbarem Knopflochgummi genäht werden - so könnt ihr die Hose immer auf die Weite einstellen, die ihr gerade braucht. Das ist doch sehr praktisch!

Also nix wie hin zu Ellen von FeeLini, hinterlasst ihr ein Däumchen und holt euch das Freebook!

Stoff: Webware und Feincord aus dem Fundus
SchnittFresa von FeeLini (Freebook)
verlinkt beikiddikramkostenlose Schnittmustermade4girlsmeertje

Mittwoch, 5. April 2017

Fensterln am Mustermittwoch

Bei Michaelas Mustermittwoch werden im April Fenster/ansichten gesammelt.

Meine Ansichten sind in Scheunen und Schuppen zu finden (Schuppen heißen im süddeutschen Raum, wo ich herkomme, "Schopf", Herr Google sagt, das wäre schweizerdeutsch). Alles Plätze, wo Spinnen ihrer eigentlichen Bestimmung nachgehen dürfen ; )







Ob diese beiden wohl zu viel "gefensterlt" haben???

verlinkt mit mustermittwoch

Dienstag, 4. April 2017

Fresa - unsere neue Lieblingshose (Freebook)

In den letzten Tagen durfte ich die Hose "Fresa" von FeeLini probenähen. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und es sind ein paar schöne Hosen hier entstanden.
Die erste möchte ich euch heute zeigen!

Es handelt sich dabei um die neue Lieblingshose der wilden Hummel. Genäht habe ich aus weinrotem Feincord mit Paspeln und einer schmalen Bommelborte an den Tascheneingriffen. Die Hose ist bequem, sitzt super und sieht richtig schick aus.

Der Schnitt gibt auch unglaublich viel her. Ihr könnt die Hose ganz schlicht nähen, mit coolen Patches, verschiedenen Teilungen, einer hohen oder tiefen Passe, Eingrifftaschen, aufgesetzten Taschen,... - wie ihr wollt. Und das Beste: es handelt sich dabei um ein Freebook!

Bei meinem Wirbelwind habe ich die Knie auch gleich noch verstärkt. Das macht bei dem Schnitt ja keine Mehrarbeit und ich hoffe, dass sie dann auch eine Weile hält. Denn seit das Wetter wieder das Malen mit Kreide auf der Straße zulässt, habe ich vor lauter auf den Knien herumrutschen bald mehr Kinderhosen auf dem Flickstapel als im Schrank.... ;-)

Also nix wie hin zu Ellen von FeeLini, hinterlasst ihr ein Däumchen und holt euch den Schnitt.
Momentan bekommt ihr die Hose in den Größen 62-110, aber an den größeren Größen wird auch schon fleissig getüftelt!

Schnitt: Fresa von FeeLini
Stoff: weinroter Feincord, hellblaue Webware aus dem Fundus
verlinkt bei: kiddikram, kostenlose Schnittmuster, made4girls, HoT, Dienstagsdinge, creadienstag, meertje

Freitag, 31. März 2017

Geburtstagskarte

Diese Karte ist neulich für eine Freundin entstanden.
Das Herz als Untergrund ist mit einer Colafeder und der selbst gekochten Walnusstinte gezogen.
Den ausgesuchten Text habe ich in englischer Schreibschrift auf einen Transparentpapierstreifen geschrieben. Die Streifengröße habe ich mit Tape abgeklebt und immer gerade noch darüber geschrieben, damit die Schrift nach dem Zuschneiden des Streifens wirklich über den Rand läuft. Dieser Streifen ist mit einer Öse auf der Karte befestigt.
Weil der Text so schwer zu lesen gewesen wäre, habe ich ihn noch in einer freien Antiqua auf das Transparent-Einlegeblatt geschrieben.
Das Herz in größer aus dem gleichen, besprenkelten Aquarellkarton wie die Karte, und in kleiner aus einem hellen Furnier gestanzt und mit Öse verbunden. Nun noch die Herzen, ein Metallfederchen und eine echte Feder mit Silberdraht lose an der Karte fixieren.

verlinkt: 

Montag, 27. März 2017

MailArt Minibüchle - making of

So ein begeisternd-schönes Thema, diese Frühlingsmailart, wie immer von Michaela und Tabea.

Es hat unbestreitbar auch Vorteile, wenn man ganz am Anfang der Liste steht - obwohl ich zuerst doch einen kleinen Schreck gekriegt habe. Aber im Prinzip bleibt es für mich gleich, am Ende gibt es immer Stress, ganz egal, wo auf der Liste ich stehe ; )
Ich möchte gerne noch zeigen, wie mein Büchle entstanden ist, und dann kann ich mich ganz entspannt zurücklehnen und wöchentlich freuen.
Weil ich es mag, wenn man Bücher ganz aufschlagen kann, wollte ich ein Art Koptische Bindung, nur nicht ganz so aufwändig, hauptsächlich deshalb wurde in der Mitte das Band "eingebaut".

Die Buchdeckel sind aus Passepartout-Pappe, bezogen ist die eine Hälfte mit Teebeuteln, die noch ein paar zusätzliche Flecken gekriegt haben. Für die andere Hälfte habe ich Teile von den sehr dünnen Rostpapieren verwendet. Dann noch die Stempelmotive mit wasserfester Farbe auf Vorder- und Rückseite gedruckt - und die Buchdeckel sind fertig.

Die Büchle haben 10 Lagen jeweils à 2 Blätter. Die äußeren Blätter sind Gelliprints in blau-grün, die innen liegenden Blätter wollte ich gerne mit Schrift. Da Drucke ja erlaubt sind, habe ich meine Hausaufgaben für den einen Kalligraphiekurs (englische Schreibschrift, dieses Jahr mit Spitzfeder) "missbraucht" und ein DIN A3-Blatt mit Goethes vom Eise befreitem Strom in Glitzer-gelbgrün beschrieben. Den Text dann eingescannt und beidseitig auf Schreibpapier mit Leinenstruktur gedruckt. Beide Text- und die Gelli-Rückseiten mit Blumenmotiven bestempelt und pro Büchle 20 Doppelseiten zurecht geschnitten.
Das "Glitzern" konnte man in den Drucken leider nicht mehr erkennen.
Die einzelnen Lagen mithilfe einer Lochschablone lochen...

... und den Buchbindezwirn beim untersten Loch der hinteren
Lage festkleben. (Der Stapel liegt mit der Rückseite nach
oben, deshalb "scheint" die Klebestelle am oberen Loch zu sein.)



Durch das unterste Loch nach innen stechen.












...beim dritten Loch wieder nach innen und beim
vierten (obersten) Loch wieder nach außen.

Beim zweiten Loch von unten nach außen stechen...











Beim untersten Loch kommt der Faden wieder nach
außen . Damit beide Lagen verbunden werden, muss
nun unterhalb der untersten Lage durch die Schlinge ge-
stochen werden (hier der Fadenanfang). Diese Verbind-
ungsstiche immer von der Buchaußenseite nach innen
führen. 

Die zweitletzte Lage darüber nehmen
und durch das oberste Loch nach innen stechen.















Die nächste Lage dazu nehmen und wieder durch
alle Löcher nähen. Oben wieder mit der vorge-
gangenen Lage verbinden, indem unter der Schlinge
der beiden vorigen Lagen durchgestochen wird
(wieder von der Buchaußenseite nach innen).
Wenn alle Lagen verbunden sind, wird das
Fadenende auf der vordersten Lage fest-
geklebt.













Damit sich das Band gut unter den gespannten Fäden durchziehen
lässt, habe ich den Bandanfang mit Tape spitz geklebt und
die Fäden mithilfe  einer Pinzette etwas angehoben.

Bandanfang und -ende ebenfalls festkleben.













Ich habe das Band bei den meisten Büchern erst zum Schluss eingezogen, weil ich dachte, dass es mich während des Bindens stören würde. Bei den letzten beiden Büchern wollte ich es aber doch noch wissen (vor allem, weil das Einziehen nicht sooo flutschte, wie ich mir das vorgestellt hatte) und musste feststellen, dass es nicht schwieriger gewesen wäre!!

Zum Schluss noch die Buchdeckel aufkleben. Ich wollte Nasskleber (Uhu Kraft,
weil der sich abrubbeln lässt) verwenden, damit die Deckel wirklich fest und
bis zum Rand halten. Damit austretender Kleber keine Seiten zusammenkleben
kann, habe ich ein Stückchen Backpapier dazwischen gelegt.

Links Rostpapier,                                                    rechts Teebeutel (ich meine, es war Kräuter??)

Hier  kann man wieder die ganze Aktion verfolgen. Danke euch beiden, mir hat die "Pflicht" schon riesigen Spaß gemacht ...