Freitag, 9. Juni 2017

Chalk Bag

Manu ist leidenschaftlicher Boulderer und da braucht man die Kreidetäschchen für das Magnesia, damit es immer griffbereit ist und die Hände bzw. Fingerspitzen trocken bleiben. Beim Klettern werden die Täschchen am Gurt befestigt am Körper getragen, beim Bouldern stehen sie dann aber oft nur auf dem Boden - man könnte sie aber mit einem Gürtel befestigen.
Vor einiger Zeit hatte er die Idee, dass ich ihm doch einen ganz individuellen Chalk Bag machen könnte : ) Dies ist mein Prototyp:

Das war die Gelegenheit, etwas von den innerhalb des letzten Jahres entstandenen Stoffe zu verarbeiten, z. B. von hier und hier. Und dann sollte natürlich auch noch ein Motiv darauf! Statt Papierschablone wollte ich da eine erst im März bei Jette Clover gelernte Technik anwenden: Ein Mehlkleister-Motiv sollte es werden, weil ich hoffte, dass damit auch relativ kleine Details noch möglich sein müssten.
Das Motiv noch nass...
... und hier getrocknet.


















Gedruckt habe ich mit schwarzer Dekaprint Siebdruckfarbe. Die Felsenfläche habe ich verlängert, indem ich noch Farbe mit einem Schwamm aufgetupft habe.






Für so viele Drucke hat das Sieb gereicht, dann war es "ausgelutscht". Der von Manu ausgesuchte Stoff war einer der letzten Drucke, die Beine sind schon etwas "ausgefranst".









So ein Täschchen hat einige Besonderheiten, so sollte oben ein Verstärkungsring eingearbeitet sein, der es offen hält, damit man mit einer Hand immer problemlos hineingreifen kann (die andere Hand sollte tunlichst am Fels bleiben!!). Wir haben zuerst ein bisschen herumgesucht und wurden dann bei den "Miederwaren" fündig: 5 mm breites endlos Kunststoff-Miederstäbchen. Auch den geeigneten Futterstoff fand ich hier: Ein Softshell mit Fleecerückseite. Denn er soll dicht und flauschig sein, damit das Magnesia "haftet" und nicht nur nach unten rutscht. Die Fleecerückseite ist also die innen sichtbare Seite.




Die Miederstäbchen-Verstärkung einzuarbeiten war etwas knifflig. Ich habe das Stück etwa 3 cm länger als den Täschchenumfang zugeschnitten und dann mit einer über einer Kerzenflamme erhitzten Nadel Löchlein eingeschmolzen. Dann um die Oberkante gelegt und das angesteppte Einfassband darüber gezogen und festgesteckt. Den gelochten Überstand so weit übereinander schieben, bis die Weite genau passt. Dann durch die Löchlein zusammennähen.


Das Einfassband habe ich dann innen nach alter Sitte anstaffiert - ich habe mich nicht getraut, damit unter die Maschine zu gehen.
Überhaupt musste ich mehr von Hand nähen, als nötig gewesen wäre, wenn ich keine Denkfehler gemacht hätte. Die Schlaufen für den Gürtel hätte ich annähen sollen, bevor Innen- und Außentasche verbunden werden, weil das Futter lose bleiben muss, damit es zusammengezogen werden kann!







Freutag
Auch Frauen bouldern und klettern, aber weil mein Täschchen für den Sohn ist, darf es bestimmt auch noch hierhin: fürsöhneundkerle

Donnerstag, 8. Juni 2017

Stoffbild aus Jette Clover Kurs

Endlich habe ich das erste der zwei "vorgerichteten" Bilder aus dem Jeromin-Kurs mit Jette Clover im März fertig. Ich stelle mir eine kleine Reihe hauptsächlich schwarz-weißer Bilder in unserem zukünftigen Flur vor...
Es sind zwei verschiedene Drucke übereinander gelegt. Das unten liegende Karo ist ein "Reservierungsdruck", bei dem das Sieb mit einem Mehlkleister-Motiv versehen wurde. Der oben liegende Stoff ist ein Druck, bei dem ein Stück bestickter Tüll (habe ich von meiner "Nachbarin" bekommen, danke!) unter ein leeres Sieb gelegt wurde.
Die abgedruckten Sticklinien habe ich mit "echten" fortgesetzt. Gestickt habe ich in Stepp-, Stiel-, Kett-, Platt- und Knötchenstichen und dann sind noch ein paar einfache Vorstiche dabei.

Dienstag, 6. Juni 2017

Kinder-TILT


Heute zeige ich euch mein Kinder-TILT. Den Schnitt gibt es ja nun schon etwas länger, aber bisher hatte ich ihn mir immer verkniffen. Bis ich das große TILT probegenäht habe. Das sitzt ja so toll! Warum habe ich die Kinderversion bisher nie genäht? War mir plötzlich völlig schleierhaft.
Also flott, der Schnitt musste her! Gedacht, genäht - sehr cool, sitzt prima, Kind glücklich!
Hätte ich auch schon früher haben können, gell?


Schnitt: Tilt Kinder von kleiner Polli-Klecks
Stoff:
verlinkt bei: creadienstag, Dienstagsdinge, HoT, für Söhne und Kerlekiddikram, made4boys, meertje






Montag, 5. Juni 2017

Vier Tage Kalligrafiefreuden

Vom 11. - 14. Mai war ich beim Kurs "Handschrift und Layout" von Marí Emily Bohley und Torsten Kolle auf Gut Frohberg bei Meißen. Wieder einmal viel zu kurze Tage, sie vergingen wie im Fluge!!
Von der Location habe ich leider keine Bilder, meistens lag der Foto in unserm Raum - und dann fehlte einfach auch die Zeit und ich hatte es vergessen...
Nachtrag: Habe gerade diese Bilder gekriegt. Danke! 
Die rechten vier Dachfenster gehörten zu unserem Kursraum, der Raum zog sich über die ganze Haustiefe. Auf dem großen Mittelplatz haben wir bei schönem Wetter unsere Mahlzeiten eingenommen. Ach, was war es schön, schon beim Frühstück da sitzen zu können!
Fotos: Angelique Gaida


Aber dafür konnten wir mit schönen Ergebnissen aufwarten!
Unsere Blätter wurden am letzten Tag in einem asiatisch gebundenen Buch versammelt.
Dies sind (fast alle?) entstandenen Bücher meiner Mitstreiterinnen.
So sieht mein Buch aus.
Für den Bezug habe ich Vorsatzpapier mit matt auftrocknender Chinatusche schwarz gestrichen (an dieser Stelle nochmal Danke an meine Nachbarin Manuela: ))  
In die noch nasse Farbe habe ich Wasser gespritzt. Die "handschrift" ist mit Chinatusche auf Schelllackbasis (deshalb trocknet sie glänzend auf) auf den fertigen Buchdeckel geschrieben - ich glaube, mit einer schmalen Speedball, bin mir aber nicht mehr sicher.

Vorsatz vorne mit einem Streifen verdünntem Waterman und dem Kurstitel und -ort darauf, hinten nur mit ein paar Tintenspritzern.

Am Donnerstagnachmittag fingen wir mit einfachen Übungen an, um die Besonderheiten und Möglichkeiten unserer Schreibgeräte auszuloten. Torsten zeigte uns, wie sich das Bild durch Drehen des Werkzeuges, variieren der Handhaltung, unterschiedliche Buchstabenstellungen etc. verändert. Danach zuerst nur Buchstaben aneinandergereiht, mit unterschiedlichen Abständen, hoch und tief gestellt usw.
All unsere Übungen schrieben wir auf Vorsatzpapier, welches das einfache oder doppelte Buchformat hatte. Ich habe in mein Buch auch (fast) alle Übungsblätter eingebunden, damit ich alles Gelernte wieder nachvollziehen kann.
Für die Layout-Übungen hatte Torsten ein geniales, sehr simples Werkzeug dabei: Pappe und Gummis. Er bedauerte auch, dass die Idee leider nicht von ihm stammen würde ; (
Durch Aufspannen und Verschieben der Gummis ergeben sich unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten, auch verändert sich das Bild wieder durch Wenden und Drehen der Pappe. Was einem gefallen hat, oder wozu man gleich eine Idee hatte, wurde in einer Skizze festgehalten.
Auf diese Weise sind bei mir diese Beispiele entstanden. 
Damit die Pappe (mit zwei Gummis) nicht verloren geht, habe ich aus einem Übungspapier-Rest eine Tasche eingearbeitet. Auch meine Transparentpapiere, auf denen ich verschiedenes ausprobiert hatte, fanden Platz im Buch. 

Freitag, 2. Juni 2017

MailArt Tauschbüchle

Von einer lieben Bloggerkollegin wurde ich gefragt, ob ich mit ihr zusätzlich würde tauschen wollen. Natürlich wollte ich!!
Nur hatte ich (leider) wirklich nur 10 Exemplare gemacht, weshalb ich jetzt noch eine Kleinauflage nachproduziere. Drei oder vier hätte ich dann noch als weitere Tauschobjekte übrig. Deshalb die Frage: Möchte jemand?

Donnerstag, 1. Juni 2017

Strickprojekte

Mein letzter Strickbeitrag ist schon beinahe ein halbes Jahr her - und es hat sich ein bisschen was getan (läuft halt so nebenher).
Meine Nymphalidea ist eigentlich fertig, aber halt "eigentlich", im Prinzip müsste das Tuch nur noch gespannt werden.
Aber die Form gefällt mir nicht so sehr, irgendwie weiß ich nicht, wie ich ihn tragen soll? Weil die Seite, die oben um den Hals laufen soll, ja die Ecke hat.

Zur Verdeutlichung habe ich meinen anderen Schal daneben gelegt.
Wie tragt ihr solche Tücher?

Durch das Spannen wird es ja noch deutlich größer werden, ...

Aber ich bin am Überlegen, ob ich ihn noch einmal aufribble und die Zunahmen verringere, damit er schneller in die Länge - und langsamer in die Breite wächst?
















Auch mein RVO ist ein gutes Stück weiter, allerdings habe ich das Halsbündchen wieder aufgeribbelt. Als ich ihn einmal zur Probe übergezogen habe, musste ich leider feststellen, dass ich Sockenwolle nicht so dicht am Hals tragen kann. Deshalb habe ich mich entschlossen, dass ich den Pulli zur Weste umfunktionieren werde. Ich will das fertige Teil in vorderer Mitte auseinander schneiden und dann eine Knopfleiste anstricken - oder vielleicht auch einen Reißverschluss einsetzen.

Und gestern Abend ist diese "Puppenkollektion" fertig geworden. Die Babies der Mädchen brauchen dringend neue Kleider ; ) Und Puppen können auch im Sommer warme Kleidung brauchen!

Und dann möchte ich euch gerne noch meinen Luxus-"Strickkorb" zeigen, den ich vom Schreiner meines Vertrauens vor einigen Wochen schon zum Geburtstag gekriegt habe. Meine Schwester hat so einen in größer und ich habe meine Begeisterung wohl deutlich gezeigt ; ).
Durch den oberen Rand, der nach innen gezogen ist, kullern auch aufgewickelte Wollknäuel nicht heraus - und zusätzlich ist er auch noch eine Augenweide, gell!


Mittwoch, 31. Mai 2017

Finaler Schnürles-Muster Mittwoch und MailArt-Freuden

Michaelas Muster Mittwoch-Maithema, auf/über das ich mich so gefreut hatte, ist leider meistens der mangelnden Zeit zum Opfer gefallen.
Mein Beitrag für den Muster Mittwoch 228 ist eine Gelli-/Schnurdruck-Kombi:
Die rechte Seite ist mit schwedischem Leinengarn umnäht.

Vergangenes Wochenende war das Spectaculum in Worms, da habe ich mir die Garne bei einem Brettchenweber gekauft. Gewachst möchte ich es gerne zum Bücher binden verwenden. Es gibt eine große Farbpalette, drei Farben habe ich mir geleistet, das rohweiße Garn, um es bei ausgefallenen Wünschen selber farblich passend einfärben zu können.
Wenn mir klar gewesen wäre, dass der Ghost-Druck so gut leserlich rauskommt, hätte ich meinen Druckstock seitenrichtig geklebt, denn wie so oft gefällt mir dieser Druck wieder besser.
Druckstock
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Und vor zwei Stunden durfte ich - große Freude - Löwenzahn im Briefkasten ernten! : )
Das vermisste Büchle von Sabine hat den Weg zu mir doch noch gefunden!!!
Das Büchle kommt so wunderbar sonnengelb daher und Sabine hat eine unglaubliche Menge über den Löwenzahn zusammen getragen!

Angefangen mit den verschiedenen Namen, die man dem Löwenzahn gibt, dann wo er in der Medizin eingesetzt werden kann, Geschichten (von Nöstlinger und Guggenmos, die mag ich beide sehr!), und zu guter Letzt noch Rezepte (und gleich noch Labels!). Als Kind gab es bei uns oft Löwenzahnsalat, den ich immer gerne mochte. Später, als der Verkehr immer mehr wurde, mochten wir ihn nicht mehr machen, denn obwohl wir 2 km außerhalb der Ortschaft gewohnt haben, war/ist die Bundesstraße zu nah!

Und so wunderbar sieht meine komplette Buchsammlung nun aus:
Ein Riesendankeschön an Michaela und Tabea für das Austüfteln und Organisieren dieser immer sehr schönen Aktionen!!!

Hier kann man all die vielen unterschiedlichen Kunstbüchlein bewundern, es lohnt sich!!!


Dienstag, 30. Mai 2017

Mini-Büchle - MailArt-Ende oder vielleicht doch noch nicht?

Am Freitag kam mein Büchle Nummer 10. Die Nummer 8 von Sabine fehlt leider noch, von Sandra weiß ich aber, dass es bei ihr angekommen ist. Ich befürchte, dass es auf dem Weg zu mir verloren gegangen ist ... : ( Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!

So wunderschön und vielfältig sieht meine Bibliothek nun aus:
Irgendetwas werde ich dazu bauen. Ich weiß nur noch nicht so genau, was es werden wird. Vielleicht ein so ähnliches Häuschen, wie Michaela sie gemacht hat, oder ein Mini-Regal, ... Ich werde berichten.

Die Nummer 7 kam von Veronika aus der Schweiz, dickes Naturpapier, gebunden in der Secret Belgian Binding - und mit gehäkeltem Lesebändchen! : ) Darinnen bestempeltes Notenpapier und viele Frühlingsblüher-Briefmarken. Teilweise steckten sie hinter Klarsichtstreifen, wie in "richtigen" Briefmarken-Büchern. Schon auf dem Umschlag waren wunderschöne Briefmarken. Das Schweizer Porto ist schon heftig - aber dafür so schöne Marken ; )

Die Nummer 9 von Angelika, ein Leporello, nein, was sage ich, es sind eher ZWEI Leporellos! Das Büchle ist der Hammer! Man kann es von beiden Seiten betrachten, von einer Seite alles in Grün, von der anderen in Blau. Mit wahnsinnig vielen, tollen Stempelmotiven. 

Und in diesem Gewand kam es daher:

Schaut euch unbedingt die Entstehungsgeschichte auf ihrem Blog an!
Büchle Nummer 10 (mit einer Seedbomb) von Regina erreichte mich letzten Freitag. Mein kleinstes Enkelmädchen half mir beim Auspacken und wollte es immer wieder betrachten. Und "Bau" ist auch noch ihre Lieblingsfarbe : )
Regina war durch einen Bruch des rechten Handgelenks ziemlich gehandicapt. Hut ab, damit so ein Ergebnis hinzukriegen, das war bestimmt nicht einfach! Ich freue mich über dein schönes Büchle und wünsche dir auf diesem Wege gute Besserung!

Jetzt hoffe ich halt, dass die Post sich meiner noch erbarmt! Bitte-bitte, liebe Post...!!!



Freitag, 26. Mai 2017

unsere zweite große Fresa (Freebook)

Auch diese Hose ist eine große Fresa von FeeLini, allerdings habe ich die Passe weggelassen und die Taschen einfach nach oben gezogen.

Die Einsätze an den Knien habe ich hier mit Cordura verstärkt. In einem ähnlichen Blauton fällt das kaum auf und ich finde die Hose trotzdem recht schick. Und so hält sie einfach bedeutend länger!

Der Schnitt ist wieder die schmale Bubenversion. Und ihr erinnert euch: er ist ein Freebook. "Bezahlen" müsst ihr nur mit einem Däumchen für die Seite von FeeLini.

Also los und viel Spaß!

















Stoff: Jeans von aktivstoffe (Ü-Karton)
SchnittFresa von FeeLini
verlinkt bei: Freutagmade4boysfür Söhne und Kerlemeertjekiddikramkostenlose Schnittmuster

Mittwoch, 24. Mai 2017

himmlischer KIM

Der große Räuber brauchte dringend ein paar neue Shirts für den Sommer, da kam das Probenähen für Himmelblau gerade recht.
Getestet werden sollte das Basicshirt Himmlische(r)Kim. Das Shirt gibt es in einer Mädchen- und Jungsvariante jeweils mit langen, kurzen und ganz kurzen Ärmeln.
Genäht habe ich das Jungsshirt mit normal-kurzen Ärmeln.

Den Stoff hat der Räuber natürlich selbst ausgesucht - daher mag er das Shirt jetzt auch wirklich gerne.
Das ist einfach die beste Garantie, dass Genähtes auch getragen wird. Die Kinder den Stoff aussuchen lassen und das dann einfach akzeptieren, auch wenn man selbst vielleicht einen anderen gewählt hätte.


Stoff: Spaceboy von Stoffwelten, roter Jersey von Lillestoff
Schnitt: Himmlische(r) Kim von Himmelblau
verlinkt bei: made4boys, für Söhne und Kerle, kiddikram, MMI, afterworksewing, meertje

Dienstag, 23. Mai 2017

Fresa goes BIG (Freebook)

Schon vor sechs Wochen habe ich euch ja unsere neuen Hosen nach dem Schnittmuster Fresa von FeeLini gezeigt. Inzwischen gibt es den Schnitt auch für die größeren Größen von 116-170. Dabei gibt es eine Buben- und eine Mädchenversion.

Unsere Hose ist die schmale Bubenhose. Wie schon das kleine Pendant lässt der Schnitt viel Raum für eigene Ideen.

Da sich der Räuber eine Piratenhose wünschte, habe ich für Taschen und Passe einfach passend gemusterten Jersey mit Vliesofix auf den Jeansstoff geklebt. Das wird dann zwar etwas fester, lässt sich aber noch immer sehr gut vernähen und tragen.
Bei den Knie-Einsätzen habe ich vor dem Einnähen passende Webbänder kreuz und quer aufgesteppt.
Entstanden ist damit eine absolut alltagstaugliche Hose, die trotzdem wie etwas ganz Besonderes aussieht. Sie wird heiß geliebt. :-)

Inzwischen habe ich nach dem Schnitt übrigens drei Hosen genäht, die anderen beiden zeige ich euch dann in den nächsten Tagen.

Und das Beste: der Schnitt ist ein Freebook. "Bezahlen" müsst ihr nur mit einem Däumchen, dann könnt ihr auch schon loslegen!

Viel Spaß!


Stoff: alles aus dem Fundus
Schnitt: Fresa von FeeLini
verlinkt bei: HoT, Dienstagsdinge, creadienstag, made4boys, für Söhne und Kerle, meertje, kiddikram, kostenlose Schnittmuster

Freitag, 19. Mai 2017

Wikingerkuchen

Heute zeige ich euch den Geburtstagskuchen des großen Räubers. Einen Wikingerkuchen hat er sich gewünscht, und da ich gerne Kuchen baue, habe ich mich über die Herausvorderung echt gefreut.



Gebacken habe ich einen ganz normalen Marmorkuchen in zwei unterschiedlich großen Kastenformen. Zum Bauen eignet sich aber jeder beliebige trockene Rührkuchen, Marmorkuchen habe ich genommen, weil der bei den Kindern meist am besten ankommt.


Weiterhin braucht ihr einen Block Marzipanrohmasse, etwas rote Lebensmittelfarbe, Schokoladenglasur, einen Stoffrest und ein Brotstäbchen (Grissini oder ähnliches).

 Als erstes schneidet ihr die Oberkante des Kuchens ab, um die spätere Höhe des Wikingerschiffs festzulegen.

Anschließend schneidet ihr die Ecken des Kuches ab, damit das Schiff vorne und Hinten spitz zuläuft.

Dann wird das Mittelteil des Kuchens in die endgültige Form geschnitten. Nehmt dazu am besten ein großes Brotmesser mit Wellenschliff.

Wenn ihr mit der Bootform eures Kuchens zufrieden seid, überzieht ihr ihn komplett mit Schokoglasur. Neben der hübschen Optik verhindert die Glasur auch, dass euer Kuchen an den Schnittkanten austrocknet. (In Form geschnittenen Kuchen solltet ihr daher immer mit Kuchenglasur überziehen.)








Als nächstes kümmern wir uns um den Drachenkopf.

Dazu formt ihr aus dem rot eingefärbten Marzipan einen Kegel für den Hals, ein Ei für den Kopf und zwei kleine Scheiben für die Ohren.

Schneidet das Ei auf der dicken Seite mit einem scharfen Messer für das Maul ein. Mit dem kleinen Finger formt ihr den Schnitt zu einem Schlund aus.

Drückt die Scheibchen für die Ohren auf einer Seite zusammen und klebt sie oben an den Drachenkopf.

Dann formt ihr vier kleine Kegel aus dem ungefärbten Marzipan und befestigt sie als Zähne im Maul.

Befestigt den Kopf auf dem spitzen Ende des Halskegels.

Anschließend pikst ihr mit einem Schaschlikspieß Löcher für Augen und Nasenlöcher in den Kopf.

Befestigt den Kopf an der Vorderseite des Schiffes: Setzt ihn ruhig in die noch weiche Schokolade, das klebt gut, und streicht das Marzipan etwas über die Kuchenspitze.
Bis die Schokolade ausgehärtet ist und auch das Marzipan an der Luft etwas fester geworden ist, stabilisiert das Ganze mit Schaschlikspießen. Dazu könnt ihr auch die zuvor vom Kuchen abgescnittenen Brocken als Stützen benutzen (Foto weiter unten).



Für die Schilde an den Schiffseiten formt ihr größere Scheiben aus ungefärbtem und kleinere aus eingefärbtem Marzipan. Setzt die roten Scheiben als Schildbuckel auf die hellen Scheiben und pikst mit dem Schaschlikspiel kleine Löcher drumherum.

Setzt die Schilde in die noch weiche Schokolade auf die Schiffseiten.

Für den Drachenschwanz formt ihr einen langgestreckten Kegel aus rotem Marzipan und drückt ihn leicht platt. Aber wirklich nur leicht. Dann rollt ihr in von der Spitze her leicht auf.
Formt eine dünne Schlange aus hellem Marzipan und drückt diese als Zickzacklinie auf die Vorder- und Rückseite auf den Schwanz.

Anschließend wird dieser ebenso wie der Kopf am Schiff befestigt und stabilisiert.

Das sieht dann so aus.




Jetzt kümmern wir uns um das Segel:
Hierzu braucht ihr ein rechteckiges Stück eher festen Stoff, in meinem Fall einen alten Leinenvorhang. Dazu ein Grissini-Stäbchen und zwei Schaschlikspieße.

Bügelt an der Ober- und Unterkante des Segels ca. 1cm um und Steppt einen Tunnel. In diese steckt ihr die beiden Schaschlickspieße.

Anschließend bindet ihr das Segel mit etwas weißem Nähgarn an das Brotstäbchen. Lasst unten etwa 4cm des Stäbchens überstehen, damit ihr das Segel später auf den Kuchen stecken könnt.

(Wie ihr auf den Fotos seht, habe ich den Stoff weder versäubert noch eingeschlagen.)


Lasst die stützenden Stäbchen auf jeden Fall einige Stunden an dem Kuchen, erst dann ist das Marzipan hart genug, dass der Kopf nicht anfängt, sich zu biegen.








Da ein Kuchen für uns zu wenig war, habe ich aus der zweiten Kastenform noch ein Wikingerhaus gebaut.


Dafür habe ich den Kuchen in Hausform zugeschnitten und ebenfalls mit Schokolade überzugen.
Für die Dacheindeckung habe ich viele kleine Marzipanscheiben geformt und diese halbiert. Anschließend habe ich das Dach von unten nach oben mit diesen Schindeln beklebt. Auch diese halten in der noch weichen Schokolade hervorragend. Ist die Schokolade schon zu weit angetrocknet, streicht einfach noch einmal etwas flüssige darüber.
Für Dachfirst und Tür leicht plattgedrückte Marzipanschlangen, dazu rechts und links neben der Tür zwei Schilde wie beim Schiff.

Die Kuchen waren übrigens sehr lecker und die Kindermeute was begeistert!


verlinkt bei: Freutag, meertje