Freitag, 9. Juni 2017

Chalk Bag

Manu ist leidenschaftlicher Boulderer und da braucht man die Kreidetäschchen für das Magnesia, damit es immer griffbereit ist und die Hände bzw. Fingerspitzen trocken bleiben. Beim Klettern werden die Täschchen am Gurt befestigt am Körper getragen, beim Bouldern stehen sie dann aber oft nur auf dem Boden - man könnte sie aber mit einem Gürtel befestigen.
Vor einiger Zeit hatte er die Idee, dass ich ihm doch einen ganz individuellen Chalk Bag machen könnte : ) Dies ist mein Prototyp:

Das war die Gelegenheit, etwas von den innerhalb des letzten Jahres entstandenen Stoffe zu verarbeiten, z. B. von hier und hier. Und dann sollte natürlich auch noch ein Motiv darauf! Statt Papierschablone wollte ich da eine erst im März bei Jette Clover gelernte Technik anwenden: Ein Mehlkleister-Motiv sollte es werden, weil ich hoffte, dass damit auch relativ kleine Details noch möglich sein müssten.
Das Motiv noch nass...
... und hier getrocknet.


















Gedruckt habe ich mit schwarzer Dekaprint Siebdruckfarbe. Die Felsenfläche habe ich verlängert, indem ich noch Farbe mit einem Schwamm aufgetupft habe.






Für so viele Drucke hat das Sieb gereicht, dann war es "ausgelutscht". Der von Manu ausgesuchte Stoff war einer der letzten Drucke, die Beine sind schon etwas "ausgefranst".









So ein Täschchen hat einige Besonderheiten, so sollte oben ein Verstärkungsring eingearbeitet sein, der es offen hält, damit man mit einer Hand immer problemlos hineingreifen kann (die andere Hand sollte tunlichst am Fels bleiben!!). Wir haben zuerst ein bisschen herumgesucht und wurden dann bei den "Miederwaren" fündig: 5 mm breites endlos Kunststoff-Miederstäbchen. Auch den geeigneten Futterstoff fand ich hier: Ein Softshell mit Fleecerückseite. Denn er soll dicht und flauschig sein, damit das Magnesia "haftet" und nicht nur nach unten rutscht. Die Fleecerückseite ist also die innen sichtbare Seite.




Die Miederstäbchen-Verstärkung einzuarbeiten war etwas knifflig. Ich habe das Stück etwa 3 cm länger als den Täschchenumfang zugeschnitten und dann mit einer über einer Kerzenflamme erhitzten Nadel Löchlein eingeschmolzen. Dann um die Oberkante gelegt und das angesteppte Einfassband darüber gezogen und festgesteckt. Den gelochten Überstand so weit übereinander schieben, bis die Weite genau passt. Dann durch die Löchlein zusammennähen.


Das Einfassband habe ich dann innen nach alter Sitte anstaffiert - ich habe mich nicht getraut, damit unter die Maschine zu gehen.
Überhaupt musste ich mehr von Hand nähen, als nötig gewesen wäre, wenn ich keine Denkfehler gemacht hätte. Die Schlaufen für den Gürtel hätte ich annähen sollen, bevor Innen- und Außentasche verbunden werden, weil das Futter lose bleiben muss, damit es zusammengezogen werden kann!







Freutag
Auch Frauen bouldern und klettern, aber weil mein Täschchen für den Sohn ist, darf es bestimmt auch noch hierhin: fürsöhneundkerle

Donnerstag, 8. Juni 2017

Stoffbild aus Jette Clover Kurs

Endlich habe ich das erste der zwei "vorgerichteten" Bilder aus dem Jeromin-Kurs mit Jette Clover im März fertig. Ich stelle mir eine kleine Reihe hauptsächlich schwarz-weißer Bilder in unserem zukünftigen Flur vor...
Es sind zwei verschiedene Drucke übereinander gelegt. Das unten liegende Karo ist ein "Reservierungsdruck", bei dem das Sieb mit einem Mehlkleister-Motiv versehen wurde. Der oben liegende Stoff ist ein Druck, bei dem ein Stück bestickter Tüll (habe ich von meiner "Nachbarin" bekommen, danke!) unter ein leeres Sieb gelegt wurde.
Die abgedruckten Sticklinien habe ich mit "echten" fortgesetzt. Gestickt habe ich in Stepp-, Stiel-, Kett-, Platt- und Knötchenstichen und dann sind noch ein paar einfache Vorstiche dabei.

Dienstag, 6. Juni 2017

Kinder-TILT


Heute zeige ich euch mein Kinder-TILT. Den Schnitt gibt es ja nun schon etwas länger, aber bisher hatte ich ihn mir immer verkniffen. Bis ich das große TILT probegenäht habe. Das sitzt ja so toll! Warum habe ich die Kinderversion bisher nie genäht? War mir plötzlich völlig schleierhaft.
Also flott, der Schnitt musste her! Gedacht, genäht - sehr cool, sitzt prima, Kind glücklich!
Hätte ich auch schon früher haben können, gell?


Schnitt: Tilt Kinder von kleiner Polli-Klecks
Stoff:
verlinkt bei: creadienstag, Dienstagsdinge, HoT, für Söhne und Kerlekiddikram, made4boys, meertje






Montag, 5. Juni 2017

Vier Tage Kalligrafiefreuden

Vom 11. - 14. Mai war ich beim Kurs "Handschrift und Layout" von Marí Emily Bohley und Torsten Kolle auf Gut Frohberg bei Meißen. Wieder einmal viel zu kurze Tage, sie vergingen wie im Fluge!!
Von der Location habe ich leider keine Bilder, meistens lag der Foto in unserm Raum - und dann fehlte einfach auch die Zeit und ich hatte es vergessen...
Nachtrag: Habe gerade diese Bilder gekriegt. Danke! 
Die rechten vier Dachfenster gehörten zu unserem Kursraum, der Raum zog sich über die ganze Haustiefe. Auf dem großen Mittelplatz haben wir bei schönem Wetter unsere Mahlzeiten eingenommen. Ach, was war es schön, schon beim Frühstück da sitzen zu können!
Fotos: Angelique Gaida


Aber dafür konnten wir mit schönen Ergebnissen aufwarten!
Unsere Blätter wurden am letzten Tag in einem asiatisch gebundenen Buch versammelt.
Dies sind (fast alle?) entstandenen Bücher meiner Mitstreiterinnen.
So sieht mein Buch aus.
Für den Bezug habe ich Vorsatzpapier mit matt auftrocknender Chinatusche schwarz gestrichen (an dieser Stelle nochmal Danke an meine Nachbarin Manuela: ))  
In die noch nasse Farbe habe ich Wasser gespritzt. Die "handschrift" ist mit Chinatusche auf Schelllackbasis (deshalb trocknet sie glänzend auf) auf den fertigen Buchdeckel geschrieben - ich glaube, mit einer schmalen Speedball, bin mir aber nicht mehr sicher.

Vorsatz vorne mit einem Streifen verdünntem Waterman und dem Kurstitel und -ort darauf, hinten nur mit ein paar Tintenspritzern.

Am Donnerstagnachmittag fingen wir mit einfachen Übungen an, um die Besonderheiten und Möglichkeiten unserer Schreibgeräte auszuloten. Torsten zeigte uns, wie sich das Bild durch Drehen des Werkzeuges, variieren der Handhaltung, unterschiedliche Buchstabenstellungen etc. verändert. Danach zuerst nur Buchstaben aneinandergereiht, mit unterschiedlichen Abständen, hoch und tief gestellt usw.
All unsere Übungen schrieben wir auf Vorsatzpapier, welches das einfache oder doppelte Buchformat hatte. Ich habe in mein Buch auch (fast) alle Übungsblätter eingebunden, damit ich alles Gelernte wieder nachvollziehen kann.
Für die Layout-Übungen hatte Torsten ein geniales, sehr simples Werkzeug dabei: Pappe und Gummis. Er bedauerte auch, dass die Idee leider nicht von ihm stammen würde ; (
Durch Aufspannen und Verschieben der Gummis ergeben sich unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten, auch verändert sich das Bild wieder durch Wenden und Drehen der Pappe. Was einem gefallen hat, oder wozu man gleich eine Idee hatte, wurde in einer Skizze festgehalten.
Auf diese Weise sind bei mir diese Beispiele entstanden. 
Damit die Pappe (mit zwei Gummis) nicht verloren geht, habe ich aus einem Übungspapier-Rest eine Tasche eingearbeitet. Auch meine Transparentpapiere, auf denen ich verschiedenes ausprobiert hatte, fanden Platz im Buch. 

Freitag, 2. Juni 2017

MailArt Tauschbüchle

Von einer lieben Bloggerkollegin wurde ich gefragt, ob ich mit ihr zusätzlich würde tauschen wollen. Natürlich wollte ich!!
Nur hatte ich (leider) wirklich nur 10 Exemplare gemacht, weshalb ich jetzt noch eine Kleinauflage nachproduziere. Drei oder vier hätte ich dann noch als weitere Tauschobjekte übrig. Deshalb die Frage: Möchte jemand?

Donnerstag, 1. Juni 2017

Strickprojekte

Mein letzter Strickbeitrag ist schon beinahe ein halbes Jahr her - und es hat sich ein bisschen was getan (läuft halt so nebenher).
Meine Nymphalidea ist eigentlich fertig, aber halt "eigentlich", im Prinzip müsste das Tuch nur noch gespannt werden.
Aber die Form gefällt mir nicht so sehr, irgendwie weiß ich nicht, wie ich ihn tragen soll? Weil die Seite, die oben um den Hals laufen soll, ja die Ecke hat.

Zur Verdeutlichung habe ich meinen anderen Schal daneben gelegt.
Wie tragt ihr solche Tücher?

Durch das Spannen wird es ja noch deutlich größer werden, ...

Aber ich bin am Überlegen, ob ich ihn noch einmal aufribble und die Zunahmen verringere, damit er schneller in die Länge - und langsamer in die Breite wächst?
















Auch mein RVO ist ein gutes Stück weiter, allerdings habe ich das Halsbündchen wieder aufgeribbelt. Als ich ihn einmal zur Probe übergezogen habe, musste ich leider feststellen, dass ich Sockenwolle nicht so dicht am Hals tragen kann. Deshalb habe ich mich entschlossen, dass ich den Pulli zur Weste umfunktionieren werde. Ich will das fertige Teil in vorderer Mitte auseinander schneiden und dann eine Knopfleiste anstricken - oder vielleicht auch einen Reißverschluss einsetzen.

Und gestern Abend ist diese "Puppenkollektion" fertig geworden. Die Babies der Mädchen brauchen dringend neue Kleider ; ) Und Puppen können auch im Sommer warme Kleidung brauchen!

Und dann möchte ich euch gerne noch meinen Luxus-"Strickkorb" zeigen, den ich vom Schreiner meines Vertrauens vor einigen Wochen schon zum Geburtstag gekriegt habe. Meine Schwester hat so einen in größer und ich habe meine Begeisterung wohl deutlich gezeigt ; ).
Durch den oberen Rand, der nach innen gezogen ist, kullern auch aufgewickelte Wollknäuel nicht heraus - und zusätzlich ist er auch noch eine Augenweide, gell!