Mittwoch, 3. September 2014

Papierherstellung für Monis Sommerbüchle

Es wird endlich Zeit für die noch ausstehenden Tutorials. Heute zeige ich euch, wie ich das Papier gemustert habe.
Als Farben habe ich verdünnte Aerocolor (Schmincke) in Preußischblau und unterschiedliche Mischungen aus Siena, Siena gebrannt und Goldocker  verwendet.


Benutzt habe ich 70 x 100 cm große Vorsatzpapiere, die ich all over mit VersaMark und Motiven rund um den Urlaub bestempelt habe.

Nun wird das ganze Papier zuerst nass gesprüht, dann die Farben mit breiten Pinseln dicht nebeneinander in Streifen aufgetragen. 

Die überschüssige Farbe mit Küchenpapier "abrollen".

Damit die Rückseiten nicht nur weiß bleiben, habe ich den nächsten Papierbogen auf das noch nasse Blatt gelegt und nur leicht mit den Händen darüber gerieben oder mit der nassen Küchenrolle leicht eingefärbt.
Meine Papiere durften im Freien trocknen, deshalb habe ich sie mit einigen Unterlegscheiben etwas beschwert. Teilweise waren die Ringe beim getrockneten Papier zu erahnen, was aber keinesfalls gestört hat.

Und so sah meine "Ausbeute" getrocknet aus:

Die Gummis, welche die Büchlein zusammenhalten, habe ich in die übrig gebliebene Ocker-Mischung gelegt und ein bisschen durchgedrückt. Herausgenommen im Bündel trocknen lassen, damit die Litze etwas fleckig wird.

Wie das Büchle gebunden wird, bekommt ihr dann morgen zu sehen.

Dienstag, 2. September 2014

herbstlich volle Straßen


Ja, es herbstelt weiter. Draußen werden die Blätter bunter (sic!), und auch hier drinnen ist der nächste Herbstpulli fertig. Dieses mal nach einem Schnitt aus einer alten Ottobre; die Tasche habe ichselbst dazugebastelt. Genäht habe ich eine 110; ok, aus Sweat statt wie angegeben aus Jersey, aber bisher waren die Pullis in 110 immer so reichlich, dass ich mir keine Sorgen machte... Aber: er fällt etwas knäpplich aus. Jetzt geht es, aber im Frühjahr passt dieser Pulli wohl nicht mehr. Also müssen wir ihn halt jetzt ganz ganz oft anziehen!
Das sollte aber auch kein Problem sein, dem Kind gefällt er nämlich. Hat er doch gleich zwei Taschen auf der Vorderseite UND es fahren auch noch jede Menge Autos auf ihm herum!

Und das nächste Projekt - dreimal dürft ihr raten... genau, der Stoff für die Herbstkind-Jacken ist da. Ich bin schon fleißig am zuschneiden, bei diesen Temperaturen hätten wir die Jacken immerhin schon gestern anziehen können. Also ans Werk!

Heute geht der Pulli noch zu my kid wears, made4BOYS, zum kiddikram, dem creadienstag und zu meertje

Montag, 1. September 2014

DREIERLEI im September


Das Thema für diesen Monat heißt
"Fundstücke"


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Mareike: Das Thema passt ja prima zum Spätsommer, lädt es doch ein, all seine Urlaubsmitbringsel weiter zu verarbeiten. Ich hatte da die Wahl zwischen Steinen, Wurzeln und - genau - Federn. Irgendwie sind wir doch alle noch Jäger und Sammler, und spätestens mit den Kindern werden von jedem Spaziergang diverse Dinge mit nach Hause geschleppt...
und finden dann oft im Garten eine neue Bleibe: Steine werden im Steingarten präsentiert, große Wanderstöcke geben den Bohnen halt und auch die Federn haben jetzt einen eigenen Platz: an ein kurzes Stück Wand auf der Terrasse (das bisher sehr kahl war) habe ich drei weiß gestrichene Holzleisten genagelt. Hier können die flauschigen Schmuckstücke ganz einfach mit Reißzwecken befestigt werden.
Noch sind die Leisten recht leer, aber die werden sich schon füllen... und bis dahin pinne ich eben noch etwas hübsches Gemüse oder bunte Blätter daneben! 
Bitte entschuldigt die schlechten Bilder, aber bei uns regnet es (gefühlt) seit Tagen und Flutlicht haben wir auf der Terrasse keines...

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Moni:  Fundstücke hört sich für mich in erster Linie nach Urlaub an - oder halt nach Wanderungen und Spaziergängen. Ich bin geschwankt zwischen Muscheln und Steinen. Hab mich aber für Steine entschlieden, auch weil die "brandneu" von diesem Urlaub sind. Während alle anderen nach Versteinerungen geklopft haben, war ich mit Ronja auf einem Spielplatz mit wunderschönen, klitzekleinen Kieselsteinchen unter den Schaukeln. Und da mir schon länger ein Modell mit kleinen, runden Steinchen im Kopf herum schwirrt, haben wir beide nach den Schönsten gesucht - bzw. ich habe gesucht und Ronja hat meine Suche sabotiert, indem sie alles in meinen Wanderhut (in Ermangelung eines anderen Behälters) geschmissen hat;-)

Ich habe aus einer alten Zigarrenkiste einen Behälter für eben diese Steinchen gemacht: Zuerst Leistchen auf den Deckel geleimt, die Kiste cremefarben gestrichen und die Seitenwände mit Holzoptik-Papier bezogen. Die Steinchen habe ich zum Sortieren nach Farben nass gemacht. Sie wurden in schwarze Fugenmasse gesetzt befestigt. Die Steinchen, die sich nach dem Trocknen gelöst haben, habe ich mit Silikonkleber wieder in die Vertiefungen geklebt. Dann noch lackiert, damit die Farben "richtig" rauskommen.

Um die Ecken habe ich Kupferblech-Streifen geklebt, Löchlein gepiekst und dann mit Schwefelleber zum Oxidieren gebracht. Nach dem Trocknen wird das Blech mit Stahlwolle poliert. Wie beim Patinieren bleiben die Vertiefungen dunkler und auf den Flächen scheint die Kupferfarbe wieder mehr durch.

Rechts sieht man den Unterschied zwischen dem unbehandelten Kupferblech und in der unteren Hälfte mit aufgetragener Schwefelleber - und ja, sie riecht so, wie es der Name vermuten lässt;-)




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Ea: Von Ea gibt's ein wunderschönes Buch mit Garten"fundstücken", das Buch selber ist auch ein Fundstück, nämlich ein alter Atlas.

Der Titel ist mit gestempelten und aufgeklebten Buchstaben gestaltet, die Dolden sind gestanzt und die Libellen wieder gestempelt.



Ea hat den Buchblock herausgetrennt und den Umband quadratisch zurecht geschnitten, allerdings am Buchrücken nur vorsichtig die Pappe durchgeschnitten, damit das Leinen um die Kante geklebt werden kann. Der Buchrücken wurde mit schwarzer Tinte eingefärbt. Als Bezugspapier hat sie mit Schelllack gestrichenes Vorsatzpapier verwendet. 
Die Innenseiten sind aus Aquarellpapier, beidseitig mit gefärbtem Kleister gestrichen und mit einem Pinsel Tusche aufgespritzt. An jeweils einer Seite ist eine Lasche angeschnitten, mithilfe derer die Seiten zum Block verbunden werden. An den neuen Buchblock hat sie die Kapitalbändchen vom alten Block wieder angeklebt. Die Spiegel sind aus Vorsatzpapier, ebenfalls mit gefärbtem Kleister gestrichen.


Und weil wir finden, dass alle Innenseiten so schön sind, wollten wir sie euch auch nicht vorenthalten - zudem hatten wir die Qual der Wahl und wussten nicht, was weglassen.




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Und da alles, was ihr hier seht, absolut auf unserem Mist gewachsen ist, verlinken wir die Seite noch mit dem Kopfkino und mit meertje.

Und jetzt seid ihr dran: einen Monat habt ihr Zeit, eure eigene Interpretation des Themas auf eurem Blog zu posten. Diesen Post könnt ihr dann hier verlinken - und vergesst den Backlink in eurem Beitrag nicht. :-)

Wir freuen uns auf eure Werke!

Freitag, 29. August 2014

Federn mit Federn drucken

... denn diese Feder wird tatsächlich mit einer Feder gedruckt. :-)

Hier kommt es nun also, das lange versprochene Tutorial! Ihr braucht neben euren Druckwerkzeugen und Druckfarben (unten genaueres) nur eine echte Feder, möglichst etwas wuschelig und ein bisschen kleiner als eure Druckplatte. Und dann kanns auch schon losgehen:

An "größeren" Geräten braucht ihr eine Big Shot oder Cuttlebug. Vielleicht hat aber jemand sogar eine Druckerpresse, die kann dann genau eingestellt werden. Für unsere Zwecke reichen aber die "kleinen Geschwister" ;-).

Ein wenig Aqua-Linoldruckfarbe (in unserem Fall Schwarz und Preußischblau) auf eine Glasplatte o. ä. geben und mit einer Gummiwalze dünn und gleichmäßig ausrollen.


Die Farbe dann auf ein Acrylglasplättchen rollen.


Die Cuttlebug oder Big Shot folgendermaßen aufbauen:
Zuunterst die dicke Grundplatte, dann eine Gummimatte, das zu bedruckende Papier, eine Feder, darüber das eingefärbte Acrylglasplättchen (mit der Farbe nach unten) und oben eine C-Platte (die "normale" Stanzplatte).


Durch die Maschine gekurbelt erhält man diesen ersten Druck (rechts das abgedruckte Plättchen mit anhaftender Feder):
Da die Feder die Farbe "abhält", erscheint sie im Druck weiß.


Für den zweiten Druck wird die Feder vorsichtig vom Plättchen abgenommen und beiseite gelegt. Dann wird alles wieder wie oben aufgebaut (nur halt ohne Feder) und durchgekurbelt:
Die Farbe rings um die Feder ist von dem ersten Druck zum großen Teil entfernt. Die Farbe unter der Feder haftet an der Feder und auf dem Acrylglasplättchen. Die Feder erscheint im Druck dadurch dunkler als die Fläche rings herum. (Rechts wieder das abgedruckte Plättchen.)


Für den dritten Druck wird das Plättchen sauber gewischt. Die Feder mit der Farbseite nach unten auf das zu bedruckende Papier legen, das Plättchen darüber und dann durchkurbeln. Das Rechteck des Plättchens wird wieder geprägt, es wird aber nur die Feder gedruckt.


Und hier nochmal alle drei Drucke auf einen Blick nebeneinander.


Viel Spaß beim Drucken!
(Und weil das Drucken wirklich Spaß macht, gehen unsere Federn heute auch noch zum Freutag; und zu meertje.)

Mittwoch, 27. August 2014

Herbstkind(er) - es geht los

Heute geht es also los mit unserem sew along; Fotos gibt es heute aber noch keine, nicht mal vom Stoff... Aber es soll ja auch erst einmal nur um die Ideensammlung gehen.

Für mich stand von Beginn an fest, dass ich den Schnitt Mia von rosarosa verwenden werde. Geplant ist, beide Jacken außen aus braunem Sweat zu nähen und innen mit Fleece zu füttern. Elias bekommt ein türkisfarbenes Fleecefutter und kleinere Stücke (Kapuze, Taschen) mit Futter aus dem schönen Jersey mit dem kleinen Drachen Grisu. Bei Ronja bin ich noch am Schwanken, welche Farbe das Futter bzw. welchen Motivjersey ich für Kapuze und Taschen nehmen soll. Ihr selbst gefallen ja die Springcats unheimlich gut - wegen der Katzen. Dann würde ich ein sonnengelbes Futter nehmen. Mir würde aber auch der ooga booga-Stoff gut gefallen, dann würde ich das Futter in Beere nehmen... mal sehen. Da ich von beiden Jerseys einen halben Meter im Schrank habe (und ab und an streichle *g*) muss ich einfach mal alles auf den Sweat legen. Wenn er dann da ist - den musste ich nämlich bestellen.

Bei den Größen bin ich noch etwas unsicher. Elias ist momentan 104 cm groß, da würde ich eine 110 nähen. Ronja misst ganze 81 cm, da dachte ich zunächst an eine 86. Wenn ich allerdings einen aktuellen Pulli auf den Schnitt lege denke ich, ich könnte auch schon eine 92 nehmen, damit die Jacke dann auch den Winter über passt. Wer hat denn schon Erfahrung mit diesem Schnitt? Wie fällt er aus? Elias ist sehr schmal und Ronja hat noch einiges an Babyspeck - das muss man ja auch mit einrechnen...
Hier wäre ich echt froh über eure Tipps!

Die Schnitte liegen schon zusammengeklebt und ausgeschnitten bereit, Bündchen sind auch schon da, nur die beiden Reißverschlüsse muss ich noch besorgen. Und Zeichnungen machen - schließlich soll auf jede Jacke noch eine Applikation passend zum Jerseyfutter. Es gibt also noch einiges zu tun, bevor die erste Naht genäht werden kann....

Die anderen Herbstideen könnt ihr hier bestaunen :-)


Montag, 25. August 2014

drunter und drüber

Heute verrate ich euch mal nicht, was das Kind drüber, sondern was es drunter trägt: ich habe in den letzten Tagen nämlich meinen allerersten Body genäht. Einen Regenbogenbody. Und das ging wirklich so schnell und einfach, dass der zweite bereits in Planung ist. (Heute Abend muss ich aber zuerst einen neuen Reißverschluss in eine Jacke fummeln, lieber würde ich ja...  ;-))
Bei aktuellen 81 cm Körpergröße passt die 86 ganz hervorragend. Aber da reicht ein halber Meter Stoff auch nur noch eben so, die nächste Größe bekomme ich da in der Länge nicht mehr raus... ist das Kind doch schon so groß...

Und hier seht ihr noch, wie bei uns gerade die meisten Fototermine enden: Ronja findet den Objektivdeckel - und macht die Klappe zu!


Damit geht der Body heute zu den meitlisachen, zu my kid wears, zum kiddikram und zu meertje.