Donnerstag, 5. November 2015

Blätterdruck auf Stoff

Schon so viele Naturdrucke auf Stoff habe ich im Netz gesehen, bevor es dieses Jahr kein Herbstlaub mehr gibt, wollte ich das doch auch wenigstens mal probieren. Verwendet habe ich Amber- und Weinlaub. Von beiden Blattsorten haben wir bei den Papieren sehr gute Abdrücke erhalten. Ich bin im Prinzip gleich vorgegangen, wie bei den Papieren:

Zuerst den Stoff nass gemacht und ausgewrungen,
dann auf eine Hälfte Blätter aufgelegt und die andere Stoffhälfte darüber geklappt.
Wieder auf der Hälfte Blätter aufgelegt und die andere Hälfte darüber geklappt usw., bis ich ein kleines Päckchen erhalten habe.













Dieses Päckchen mit Schnur fest zusammengebunden und zwischen meinen beiden Steinen auf dem Drahtgitter in meinem Topf platziert. Ich habe keine Ahnung, ob es etwas ausgemacht hätte, wenn ich das Päckchen direkt auf das Gitter gelegt hätte?
Rechts das Päckchen vor dem Wenden.


Spannung beim Auswickeln...


Mir war schon klar, dass die Farben nicht mehr so leuchtend sein werden, wenn der Stoff getrocknet ist. Aber sie sind doch viel schwächer. Aber vor allem an den Rändern sind doch auch die Blätter noch zu erkennen.





Aus einem Teil des Stoffes habe ich mir diesen Schal gemacht - kann man in dieser Jahreszeit immer brauchen ;-)


Mittwoch, 4. November 2015

Gefiedertes

Ganz kurz vor knapp noch fertig geworden und solange unser Amberbaum noch so ein schönes, rotes Kleid trägt - mein Feder/Vogel-Musterbeitrag für Michaelas Mustermittwoch:
 

Unser täglich Brot

Heute mal wieder ein Rezept.


Wir haben vor etwa einem Jahr angefangen, unser Brot selbst zu backen. Das hatte verschiedene Gründe, u. a. aber, weil auch im Brot einige Dinge sind, die wir nicht wollen, z. B. Stabilisatoren, Geschmacksverstärker oder Aromen usw. Einen Brotbackautomaten wollten wir aber auch nicht, weil dann nochmal eine Maschine mehr rumstehen würde... Und da habe ich bei Mareike gesehen, wie flugs und "unanstrengend" (kein Kneten!!) sie sehr leckeres Brot in einem "Römertopf" macht.

Grundrezept
500 g Mehl
150 g Körner oder Körnerflocken
12 g Salz (ca. 2 Teel.)
1 Tütchen Trockenbackhefe
500 g (ml) lauwarmes Wasser
20 g (ca. 2 Eßl.) Apfelessig (für den Geschmack)

Und so geht's:
Ich stelle der Einfachheit halber (und damit ich später nur ein Teil spülen muss) die Schüssel auf die Waage und messe alle Sachen zu.
Ich verwende alle Mehle von Alnatura, damit hatten wir die zuverlässigsten Backergebnisse. "Haupt"mehl ist Dinkelvollkorn-, ca. 400 g, der Rest ist Roggenvollkornmehl. (Je mehr Roggenmehl ihr nehmt, desto feuchter wird später das Brot.)








Als Körner kommen bei uns ca. 80 g Leinsamen (ganz oder geschrotet), Sonnenblumen- und Kürbiskerne und Dreikornflocken dazu. Hier variieren wir aber je nach Lust und Laune - nur die Leinsamenmenge bleibt bei mir immer gleich. Aber das ist reine Geschmackssache - das Brot gelingt nur mit z.B. Dreikornflocken genau so gut.






Dann die Hefe (darauf achten, dass, wenn schon selbst gemacht, kein Emulgator drin ist) und das Salz dazu geben und die trockenen Zutaten vermischen (ich bilde mir zumindest ein, dass ich so alles besser vermischt kriege).









Dann das Wasser und den Essig dazugießen und alles verrühren. Es ist ein relativ dünner Teig, er lässt sich wirklich gut verrühren!









Die Form mit Butter (ganz wichtig!!) einfetten. Mit Öl eingefettet lässt sich das Brot nur schwer bis gar nicht aus der Form lösen.

















Den Teig in die Form geben und diese bis fast zum Rand in warmes Wasser stellen. Mit einem Vesperbrettchen o. ä. abdecken und den Teig gehen lassen, bis die Form gefüllt ist. Das dauert ca. 40 bis 60 Minuten.
Der Teig geht in der warmen Umgebung sehr gut - und gleichzeitig zieht sich die Römertopfform mit Wasser voll. Dieses Wasser gibt sie später im Backofen wieder ab.













Die Form dann auf die mittlere Stufe des kalten Backofens stellen und 60 Minuten bei 200°C backen.

Das fertige Brot lässt sich sehr leicht aus der Form lösen, es fällt geradezu heraus.

verlinkt bei: MMI, meertje, Rezepte Linkparty

Dienstag, 3. November 2015

Kinderklemmbrett

Ein Kinderklemmbrett - nein, das ist kein Brett, um Kinder zu klemmen. Sondern ein Klemmbrett für Kleinigkeiten, die die Kinder gebastelt haben.


Zumindest meine Kinder malen immer wieder kleine Bildchen, welche dann auch noch ausgeschnitten werden - oder sie basteln gleich auf kleine Schnipsel. So schöne Sachen, die aber für unsere Bilderwand (habe ich hier gezeigt) einfach zu klein sind. Da aber auch Minibildchen präsentiert werden wollen und die Kinder dies auch gerne eigenständig machen möchten, habe ich dieses Klemmbrett gebaut:

Zunächst habe ich ein Holzbrett weiß angesprüht. Die Klämmerchen sind normale Holzwäscheklammern (meine waren schon weiß), welche ich dann mit einem Zweikomponentenkleber auf dem Brett festgeklebt habe. Der Rahmen ist ein mit goldener Acrylfarbe gestrichener Papprahmen - ebenfalls mit Zweikomponentenkleber festgeklebt.
Nachdem alles getrocknet war, habe ich das Brett an die Wand gedübelt.
Die Klämmerchen haben wir dann noch mit farbigen Washi-Bändchen beklebt, damit alles etwas bunter wird. Washi-Bändchen mag ich dafür gerne, da das Brett dann recht schnell auch einmal umgestaltet werden kann.

Das Brett hängt bei uns genau neben dem Kinderarbeitstisch in einer Höhe, die auch von kleinen Kindern sehr gut erreicht werden kann. Die Kinder pinnen ihre Bildchen selbst fest, ich greife hier nicht ein. In und auf dem goldenen Rahmen können kleine Basteleien abgestellt werden... wenn die Kinder kneten, dient er allerdings als "Backofen". Ich bekam schon so manches Stück Knetkuchen aus ihm kredenzt.

So (klick) sah unser Kinderarbeitsbereich übrigens vor zwei Jahren aus - und so heute. Die Bodenschutzmatte auf dem Tisch hat sich echt bewährt, das würde ich immer wieder so machen. Die lässt sich einfach gut reinigen und ist richtig glatt - strukturierte Tischoberflächen stören doch immer wieder beim Malen. Und auch Kleber oder stochernde Kinderscheren konnten der Oberfläche bisher nichts anhaben.
Dazugekommen ist mittlerweile ein altes Rollschränkchen, welches etwas Ordnung ins Kindermaterial bringt. Beschriftet habe ich es "zweisprachig", das funktioniert gut. Nach wie vor im Einsatz ist unser IKEA Besteckkörbchen für die Stifte. Das ist richtig praktisch, da die Kinder die Box mit dem Griff auch gut umhertragen können und die Größe sehr angenehm ist. (Ich habe da auf meinem Tisch übrigens auch zwei im Einsatz - die lassen sich nämlich auch gut stapeln...) Das Wandregal ist noch im Einsatz und beherbergt in erster Linie die Dinge, welche Kinder erst erreichen sollen, wenn sie auch in der Lage sind, auf den Tisch zu steigen: Kleber, Scheren, Stempel(farbe). Nicht, dass Kinder unbedingt auf Tische steigen sollten, aber die Wilde Hummel sitzt hier auch gerne einmal zum Arbeiten - wie der Schneider im Märchen. :-)

Und hier noch ein kurzer Blick auf unsere Bilderwand - gestern (klick) und heute:
Es ist für die Kinder einfach unheimlich wichtig, dass die Bilder auch aufgehängt werden. (Wenn hier gerade auch nichts topaktuelles hängt, da momentan alle Bilder "für die Oma" in diverse Briefumschläge gepackt werden...). Die Bilder, die hier wieder abgehängt werden, wandern dann mit Datum versehen in einen Ordner, pro Kind habe ich da einen.
Diese Wand allerdings bestücke ich selbst, da hängen die Kinder nicht selbst auf und ab. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben. (Hoffe ich ;-) )


verlinkt bei: kiddikram, meertje, crealopee, HoT, Dienstagsdinge, creadienstag, Dekodonnertag

Montag, 2. November 2015

Drei gute Gründe

gibt es für diese Karte:

1. Brauche ich eine Geburtstagskarte.

2. Übe und kämpfe ich gerade mit der Rotunda, im Augenblick ganz speziell mit dem "d" und "g".

3. Liegt alles Milchtütendruck-Zubehör noch mehr oder weniger griffbereit und wird es dank des Themas der Adventspost 2015 auch noch weiterhin bleiben.


Mein Druck ist allerdings nicht mit einer Milchtüte, sondern mit einer Schokokuss-Verpackung entstanden, da das Format des Tetrapacks zu schmal gewesen wäre und ich keine Knicklinien haben wollte. Gedruckt habe ich wieder wie beim Odenwald-Buch mit meiner Lieblingsfarbkombi Rötel und Peynesgrau.
Ich habe den Buchstaben mit einem breiten Automaticpen auf Transparentpapier geschrieben und diese Vorlage dann umgedreht (= seitenverkehrt) mit Kugelschreiber und Druck auf die "Milchtüte" übertragen.


Der rechte Druck ist eigentlich ein Hochdruck. Hier ist die Farbe nur aufgerollt und weder ein- noch abgerieben.
Für die anderen drei Drucke habe ich die Farbe dann in die Vertiefungen gerieben und Farbe mit einem zerknüllten Papier abgenommen. Ohne neu Farbe aufzurollen sind die Drucke eins bis drei entstanden (von rechts nach links). Druck zwei habe ich für die Karte verwendet.

Die beschichtete Schokokuss-Pappe ist allerdings nicht so stabil wie eine Milchtüte. Weil ich die Linien mit einer schräg geschliffenen Radiernadel gekratzt habe (weil die "tiefer" geht) und mit sehr viel Druck gedruckt habe, hat es mein Druckstock nicht überlebt.

Auf die gleiche Art sind vor längerer Zeit diese Danke-Anhänger entstanden:


verlinkt bei: meertje, crealopee, happy recycling, ,

Freitag, 30. Oktober 2015

ummantelt

Dieses Projekt stand auch seit ewigen Zeiten auf meiner Liste: U-Heft-Hüllen für die Kinder.
Bisher hatte ein U-Heft eine Plastikhülle, die andere gar keine und die Impfbücher flogen lose in der Gegend herum. Unpraktisch und eigentlich ist eine schöne Hülle ja auch schnell gemacht, man müsste sich nur mal dran setzen...

Und hier sind sie nun, alle drei Hefte schick ummantelt:


OK, es ist vielleicht reichlich spät, einem Viereinhalbjährigen noch eine solche Hülle zu nähen. Da steht ja nur noch eine U aus. Aber ich dachte mir, so ein Heft wirft man ja hinterher nicht weg - und zum Aufheben ist eine schöne Hülle ja vielleicht auch noch nett. Außerdem wäre es ziemlich fies gewesen, nur die Hefte der Mädels zu bestücken. Außerdem: an zwei Nachmittagen war ich fertig mit allen drei Hüllen, teilweise mit Kind auf dem Schoß, da sind doch auch vermeintlich unsinnige Aktionen durchaus vertretbar. :-)

Das Schnittmuster ist übrigens ein FreeBook von FiLuMas. Klar hätte man das auch selbst machen können, aber mit Kindern und begrenzter Zeit wird man doch sehr pragmatisch - warum also selbst messen, wenn das schon jemand vor einem erledigt hat?! ;-)

verlinkt bei: freutag, meertje, crealopee, stoffresteparty, kiddikram, sew mini, nähfrosch