Donnerstag, 29. Oktober 2015

Leaf-Monoprints - Auflage 2015

Weil mir die Leaf-Monoprints letztes Jahr (hier und hier) so viel Spaß gemacht hatten, beschlossen mein Lästerschweinchen und ich, dass es dieses Jahr eine Neuauflage auf der Heuwies geben soll. So von Bäumen umgeben, in Blättern und Farben schwelgen...




Und diesmal dachten wir auch daran, Fotos von den Vorbereitungen zu machen.
Wir haben 2-mal in je zwei Töpfen gekocht, beide mal einen Ansatz in klarem Wasser eingeweicht und in klarem Wasser gekocht.
Den jeweils anderen Ansatz 1-mal in Wasser mit Eisenessig-Zusatz eingeweicht und in klarem Wasser gekocht,
das zweite mal in klarem Wasser eingeweicht und in Wasser mit Eisenessig-Zusatz gekocht. Alle Ergebnisse sind sich aber sehr ähnlich.


Zuerst müssen die Papiere mindestens eine Stunde eingeweicht werden. Dabei muss Blatt für Blatt eingelegt werden, da das Wasser sonst nicht wirklich zwischen die Lagen gelangt.
Dann zuunterst auf die über Kreuz gelegten Schnüre eine dicke Graupappe legen, darauf das erste, eingeweichte Papier und Laub darauf.
Dann zwei eingeweichte Papiere und wieder Blätter darauf usw., bis alle eingeweichten Papiere aufgebraucht sind. Zuoberst kommt wieder eine dicke Pappe.
Dieses Paket dann mit den Schnüren festzurren.

Ich verwende zum Kochen zwei gleiche Auflaufformen.
Damit das Papier nicht im Wasser liegt, habe ich aus Hasendraht ein erhöhtes Gitter gebogen.
Die Form bis knapp unter den Draht mit Wasser füllen, dann das Papierpaket auflegen und Steine zum Beschweren oben drüber.







Mit der zweiten Form abdecken und die Formen
mit Buchbindeklammern schließen.







Eine Stunde kochen lassen, dann das Paket umdrehen und noch einmal eine Stunde kochen. Das Paket über Nacht in der Form auskühlen lassen. Bei uns war am anderen Morgen eine dünne Eisschicht auf der Pappe.




Das Auspacken ist immer sehr spannend. Meist bekommt man von den Blattunterseiten die besseren Abdrücke. Die Farben mancher Blätter dringen ganz durch beide Papierlagen, bei anderen sind nur leichte Farbschattierungen zu erkennen.


Und hier die "Ausbeute" der ersten zwei Ansätze:

Diese knallroten Blätter des aiatischen (oder japanischen ?) Ahorns werden wunderbar "mauschelig" grün. Ich mag diese "muffigen" Farben sehr!


Und diese Collage mit Blättern des Tulpenbaumes möchte ich kurz vor knapp noch zu Susannes  Papierliebe am Montag schicken. Orange ist das Thema im Oktober:


verlinkt mit kopfkino,  meertje und pamelopee

Kommentare:

  1. Das ist ja klasse - habe ich so noch nie gesehen und gehört und freue mich, dass ich nun eine weitere Drucktechnik kennengelernt habe. Danke vielmals für diesen tollen orangenen Beitrag!
    LG. Susanne

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  2. Danke für die interessanten Einblicke, finde ich sehr spannend! LG Sabine

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  3. Ich bin gerade auch total fasziniert, da mir diese Drucktechnik auch absolut neu ist!
    Danke für's Zeigen, du Liebe!
    Pamela

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  4. Ich werde ganz und gar verrückt... Wahnsinnig toll... Und endlich habe ich das Gefühl, so mit Kochstelle draußen und den Auflaufformen könnte auch ich das hinkriegen... Bisher scheiterte es immer am Equipment, zu kleinem Backofen, zu großem Bräter...., grrrr, denn Blätter habe ich ja zur Genüüüüüge um mich herum ;-) Lieben Gruß und Danke für diesen faszinierenden Tagesabschluss... (morgen muss ich so früh raus, dass ich jetzt mal lieber ins Bett gehe ;-)) - Ghislana

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