Freitag, 12. Mai 2017

Kreativwoche

In jedem Frühjahr und eigentlich auch jeden Herbst machen wir eine "schwesterliche Kreativwoche". Bisher immer im Schwarzwald, aber wer weiß, wenn wir dann auch einmal umgezogen sind, ... ?
Schon letzten Herbst (irgendwie fiel ein Beitrag dem damaligen Umbaustress zum Opfer) haben wir uns überwiegend mit Break-down-Druck beschäftigt und weil es so viel Spaß gemacht hat, gab es nun - phhh, es sind auch schon wieder 4 Wochen her - die Fortsetzung.
Bei herrlichstem Aprilwetter konnten unsere Drucke draußen trocknen!
Und hier die "Ausbeute" der Woche.

Ein Teil unserer vorab gerichteten Siebe.
Bis Dienstagfrüh war Mareike mit von der Partie und wir haben uns zu dritt ausgetobt. Zuerst bedruckten wir zwei von Mareike mitgebrachte Jeansstoffe. Die waren in einem "Jeanspaket" und ihr gefielen die Farben nicht, da nicht kindertauglich ; ) Einer war rohweiß, der andere zartgrün. Also sollte einer zu einem Mädels-, der andere zu einem Jungs-Stoff werden.

 Dafür bedruckten wir beide Stoffe zuerst mit einem schwarzen Break-down-Muster, den einen mit einem großen Sieb, für den anderen verwendeten wir zwei Siebe. Danach wurde Farbe darüber gespachtelt, bei einem Gelb/Magenta/Lila, beim anderen Gelb/Türkis/Royal.
Am anderen Tag beim "Auspacken" schien die Sonne durch's Fenster und ließ die Farben leuchten :
Diese Siebe sind am Abend noch für den nächsten Tag gerichtet worden, damit sie Zeit zum Trocknen hatten.
Hier ein paar Druck-Details.
Außer Break-down haben wir auch noch Siebe mit Mehlkleister-Muster vorbereitet, wie ich es in Speyer bei Jette Clover kennengelernt hatte. Daraus sind diese Stoffe entstanden:
Mehlkleister-Muster.
Die noch angerührten Farbreste wurden Abends entweder aufgespachtelt, oder, so entstand das "Tierfellmuster", ein Monoprint von der Folie abgenommen und anschließend überspachtelt. Diese Hintergründe können/sollen weiter verarbeitet werden, indem mit Dekaprint darüber gedruckt -, oder mit Entfärbepaste weggenommen wird.
Im Herbst hatten wir alle Stoffe geteilt. Diesmal haben wir die Stücke ganz gelassen und abwechselnd ausgesucht.
Auf einen Teil meiner Stoffe habe ich inzwischen ein Motiv mit schwarzer Deka-Print aufgedruckt. Ich hoffe, dass ich nächste Woche was Fertiges zeigen kann.

Druck-Impresssionen
Und zwischendurch nutzten wir auch das schöne Wetter und wandelten im schwesterlichen "Skulpturgarten". An jeder Ecke lässt sich was entdecken : )
Die blauen Seepferdchen (es gibt 2 oder 3 davon) sind meine besonderen Lieblinge.

Obwohl die Katze den Rachen so weit aufreißt, steht sie bei den Vögeln hoch im Kurs ; )





verlinkt mit freutag, meertje und pamelopee,

Donnerstag, 11. Mai 2017

TILT II

Heute wie versprochen mein zweites oder besser gesagt Monis erstes Tilt.
Das gab es von mir in diesem Jahr zum Geburtstag. Shirts zum Geburtstag fangen hier irgendwie an, sich einzubürgern...
Außerdem gibts dann auch mal andere Farben im Schrank. Von mir hier zum Beispiel eine orangene Paspel. Absolut rebellisch. Aber manche Menschen muss man zu ihrem Glück eben zwingen. ;-)

Da wir uns aber erst gesehen habe, als das Shirt schon fertig war, hat Moni sich selbst vermessen und ich habe den Schnitt dann nach Tabelle angepasst. Und es sitzt super, auf die Tabelle im eBook kann man sich verlassen. Finde ich prima!

Und weil Moni immerhin die Kordel selbst verknotet hat und wir den Blog ja gemeinsam führen, geht das Shirt heute auch zu RUMS. Ich hoffe mal, das ist zulässig.

SchnittTilt-Women von Kleiner Polli-Klecks
Stoff: Gesprächsstoff
verlinkt beiRUMS, meertje

Noch mehr Beispiele findet ihr übrigens im Lookbook (klick)!

Mittwoch, 10. Mai 2017

Schnürlesdurcheinander: mein Mustermittwoch

Als ich Michaelas Muster angeguckt habe, hat es mich doch auch in den Fingern gejuckt. Viel ist es nicht, was entstanden ist.
Der Untergrund ist mit einem dieser "Moosgummistempel", die man heiß macht, entstanden. Darüber dann mit zwei geschnitzten Stempel-Vierteln die Schnur zusammengesetzt.
Die Synonyme für Schnur, schnurgerade etc. sind nur schnell mit Fineliner geschrieben, weil meine Schreibwerkzeug-Rolle schon für den morgen beginnenden Kurs "Handschrift und Layout" mit Marí-Emily Bohley und Torsten Kolle eingepackt ist : )
Und noch ein paar Farbspielereien:




Dienstag, 9. Mai 2017

TILT

Zur Abwechslung habe ich mal etwas für mich genäht!
(und für Moni! Aber das seht ihr erst in den nächsten Tagen.)

Und zwar ein Tilt!

Zu meiner großen Freude durfte ich für Yvonne von Kleiner Polli-Klecks probenähen. Und es war so eine wunderbar entspannte, lustige und fröhliche Truppe!
Für mich habe ich nur ein Tilt-Shirt genäht, da meine Nähmaschine zwischenzeitlich den Geist aufgegeben hatte. Sonst wären sicherlich noch ein paar mehr entstanden! Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Nähen könnt ihr das Tilt als Shirt, als Tunika, Kleid oder Maxikleid. Mit oder ohne Kapuze. Mit schmalem Saum, breitem Streifenabschluss, gerade, gebogen, Vokuhila - es gibt wirklich viele Möglichkeiten.

Ich trage ja eigentlich kaum Kleider, aber ich liebe lässige Shirts, die trotzdem gut sitzen.
Und das Tilt ist wirklich genau mein Ding!





Schnitt: Tilt-Women von Kleiner Polli-Klecks
Stoff: Lillestoff (GOTS)
verlinkt bei: Dienstagsdinge, meertje, creadienstag, HoT, ich näh bio


Noch mehr Beispiele findet ihr übrigens im Lookbook (klick)!


Montag, 8. Mai 2017

Verpackung mit Schrift

Letzte Woche brauchte ich eine Geschenkverpackung für einen Schrift-Profi. Ich bin da immer ein bisschen im Zwiespalt, weil diejenigen ja viel besser schreiben können, andererseits möchte ich gerade ihnen, die seit Jahren versuchen, uns/mir Schrift näher zu bringen, zeigen, dass es vielleicht nicht ganz für die Katz war... ; )
Ich wollte Text als Scherenschnitt auf dem Deckel anbringen. Nachdem ich es aber nicht geschafft hatte, ihn so in mein Quadrat zu schreiben, dass es "aufgegangen" ist, habe ich die Buchstaben einzeln geschrieben, ausgeschnitten, ggf. nochmal vergrößert oder verkleinert und auf fester Klarsichtfolie fixiert.






Dieses habe ich dann wieder kopiert (und nochmal verkleinert), als Schneidevorlage auf schwarzen Universalkarton getackert und mit einem Skalpell ausgeschnitten. Da die Vorlage aus normalem, 80g schwerem Papier war und Universalkarton "nur" 220g wiegt, waren beide Papiere zusammen auch nicht schwerer zu schneiden, als 300g Fotokarton. Und durch das Antackern erspart man sich das lästige Übertragen ; ) Eigentlich mache ich das nach Möglichkeit immer so.








Der ausgeschnittene Text wurde dann mit Sprühkleber auf extrastarkem (180g) Transparentpapier befestigt und mit ca. 1,5 cm breitem Rahmen ausgeschnitten.



Ursprünglich stellt ich mir eine Schachtel aus bezogener Graupappe mit Magnetverschluss vor. Weil für den Scherenschnitt aber so viel Zeit ins Land gegangen ist, musste eine schnellere Lösung her. Also war auch der Rest nur aus Universalkarton mit seitlichen Einstecklaschen zum Verschließen - was leider insgesamt nicht sehr stabil war : (










Für die Karte habe ich den fertigen Scherenschnitt kopiert und wollte, da Toner mit Hitze ja "klebrig" wird, silbernes Schlagmetall aufbringen. Also Schlagmetall auf die Kopie gelegt, Backpapier darüber und gebügelt. So wirklich hat das aber nicht funktioniert, es haben sich auch auf der Schrift größere Stücke abgelöst. Ich fand es nicht soo schlimm, weil mir der "Used-Look" eigentlich gefällt, aber hat da jemand Erfahrung und kann mir sagen, woran es vielleicht lag?
Den Hintergrund habe ich dann ganz einfach und schnell mit aufgepustetem Brusho-Aquarellpulver und darübergesprühtem Wasser gestaltet.



Dienstag, 2. Mai 2017

Pullunder mal 2

Das war der Wunsch des großen Mädchens: einmal im Partnerlook mit der kleinen Schwester.
Und da beide auf den kleinen Maulwurf stehen, fiel die Stoffauswahl dann auch ganz leicht. Wobei ich mich schon gewundert habe, dass die Wahl nicht auf die Lila-Version gefallen ist. ;-)

Also gab's zwei Pullunder samt passenden Shirts. Natürlich wieder mit Taschen, aber dieses Mal habe ich die Vokuhila-Version genäht. Die ist prima, da beim Bücken der Rücken schön bedeckt und warm bleibt und der Pullunder auch allgemein beim Toben und Spielen viel weniger hochrutscht.

Die Kapuze ist die im Schnitt enthaltene Zipfelkapuze mit langen Fransen. Dafür habe ich einfach ca. 1,5 bis 2 cm breite Jerseystreifen geschnitten. Dann diese gedehnt, damit sie sich von selbst einrollen. Hier müsst ihr dann nur noch von Hand etwas nachhelfen, da sie das ja von beiden Seiten tun, und die Streifen sauber aufrollen. Ein Knoten an die später herabhängende Seite, damit alles schön gerollt bleibt, und die andere Seite gut in der Naht mit feststeppen. Fertig.
Meine Streifen sind in der Länge je ca. 2 cm unterschiedlich, ich finde, so fallen die Fransen später schöner. Das ist aber Geschmacksache.

Das Schnittmuster ist wieder das Pullunder-Shirt von Frlein Faden. Irgendwie hatten wir vorher nie Pullunder im Schrank, aber die sind gerade bei diesem Wetter wirklich unheimlich praktisch. Denn kaum kommt die Sonne heraus, ziehen die Kinder ihre Jacken aus. Und damit haben sie es dann trotzdem schön warm am Körper.


Schnitt: Baby PullunderShirt von Frlein Faden
Stoff: Maulwurf Pauli von Stoff&Liebe, schwarzer Jersey und Bündchen von Lillestoff, fliederfarbener Jersey aus dem Bestand
verlinkt bei: made4girls, kiddikram, meertje,