Mittwoch, 5. März 2014

Genähtes

Heute gibt eine kleine Zusammenfassung meiner Nähprojekte der letzten Wochen. Keine Massen, aber zwei feine Sachen:
Es gab eine Mütze und ein Löwenkostüm für Elias.

Die Mütze habe ich schon Ende Januar gemacht, weil der junge Mann gerne eine neue von Mama haben wollte - und wir jeden Morgen Diskussionen hatten, weil er keinen Schal anziehen wollte. Was lag da also näher, als eine Mütze mit integriertem Schal zu nähen... Die Mütze zeige ich euch aber erst morgen, heute gibts das Löwenkostüm:

Kindergartentauglich sollte es sein, und im besten Fall sollte er zumindest Teile davon auch nach den närrischen Tagen noch benutzen können. Also gab es einen gelben Pulli, eine (fast) gelbe Hose, ein Schwänzchen zum umbinden und eine Mähne.

Ein paar Details:
Der Pullischnitt ist von hier, ich habe lediglich den Halsausschnitt etwas verkleinert und statt der Kapuze ein Bündchen angenäht. Seitlich hat er Taschen, das kam richtig gut an. Die Hose habe ich von einer passenden Jogginghose kopiert, leider ist mir unterwegs der gelbe Fleece ausgegangen. Da es schon zu spät war, um noch Nachschub zu besorgen, habe ich mich für braune Farbblocks auf der Rückseite entschieden und vorne zur Ergänzung ein paar Löwenpfötchen im gleichen Farbton aufgenäht.
Das Schwänzchen wird einfach mit einem Jerseystreifen um die Hüfte gebunden, das war am praktischsten.
Für die Mähne habe ich die Kapuze vom Pulli abgewandelt (ums Gesicht etwas kürzer und besser anliegend) und unten eine etwa fünf Zentimeter breite Passe angesetzt. Das Ganze ist mit einem gelben Jersey gefüttert, damit nichts kratzt, und wird mit einem Magnetverschluss (eigentlich ein Taschenverschluss) unterm Kinn zusammengehalten.

Das Ganze hat richtig viel Spaß gemacht, aber ich muss sagen, dass ich für die Kapuze wahrscheinlich so lange gebraucht habe wie für den ganzen Rest. Ich glaube, Langhaarfell zu vernähen wird nicht meine neue Leidenschaft. ;-)

Und dieses Kostüm geht in diesem Monat auch zum Kiddikram und zu made4BOYS.

Dienstag, 4. März 2014

Frühlingsaktion

So, ab jetzt gibts hier wieder regelmäßig was zu lesen. Und die Blog-Wiederbelebung startet - ambitioniert - mit einer Einladung zu meiner Frühlings-Aktion. Gestaltet werden soll unten stehendes Gedicht: Jeder von euch bekommt eine Zeile, die er im Postkartenformat bearbeitet. Und dann am zugehörigen Datum in den Briefkasten wirft und an alle anderen Teilnehmer schickt. Einmal werdet ihr also selbst aktiv, an den anderen Tagen bekommt ihr Post. Und Mitte Mai habt ihr alle eine schöne Kollage, ein Büchlein oder was auch immer ihr aus den Postkarten macht - mit eurem Frühlingsgedicht.
Ich hoffe, ihr habt Lust und macht mit. Meldet euch einfach per Mail oder unten über die Kommentarfunktion bei mir. Wünsche, ob ihr eher ein frühes oder spätes Datum wollt, versuche ich zu berücksichtigen. Ansonsten werden die Zeilen zugelost.

Und hier kommt das Gedicht:

Frühling                                                                              
Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?                  (3. April)
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?                    (7. 
April)
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:                              (10. April)
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!«                  (14. April)
Was knospet, was keimet, was duftet so lind?                       (17. April)
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?                     (22. April)
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
                           (24. April)
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!«
               (28. April)
Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?                           (1. Mai)
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
                                  (5. Mai)
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
                              (8. Mai)
»Der Frühling, der Frühling!« — da wusst' ich genug!
             (12. Mai)
Heinrich Seidel



Montag, 3. März 2014

Kleinkind


Heute wird Ronja ein Jahr alt. Und ist damit auch schon ein Kleinkind. Wie die Zeit verfliegt. 

Von der Oma gabs übrigens eine tolle selbstgenähte Puppe, schaut mal hier. Und Ronja liebt sie! 

Dienstag, 21. Januar 2014

Große Veränderungen

Elias ist jetzt ein großes Kindergartenkind. Vergangene Woche war er das erste Mal dort, und seine Erzieherin liebt er schon jetzt sehr. Heute ist er nun das erste Mal von neun bis zwölf alleine - ich bin gespannt, was er nachher berichtet. Und da Ronja gerade ganz lieb in ihrem Bettchen schläft, habe ich das erste Mal seit langem tagsüber Zeit. Zeit für alles mögliche. So sehr ich mich darauf gefreut habe, jetzt fühlt es sich doch etwas seltsam an.


Und Ronja? Die meint seit eineinhalb Wochen, sie müsse sich auch auf zwei Beinen fortbewegen. Und schiebt fleissig die Kinderstühlchen, Hocker oder auch mal Omas Parkhaus durchs ganze Zimmer. Heute war sie die erste halbe Stunde mit im Kindergarten - und hat es genossen. Elias Scheu in Bezug auf andere Kinder kennt sie gar nicht. Ich glaube, sie wäre gerne noch geblieben.


Samstag, 11. Januar 2014

Elias dritter Geburtstag

Morgen wird Elias drei. Wie die Zeit verfliegt!

Und da er gerade unglaublich gerne Einkaufsladen spielt, haben wir ihm auf der Bühne einen kleinen Laden gebaut. Bisher hat er dort auch schon gespielt, aber alles war etwas improvisiert. Es fehlten ein paar Regale und alles sollte etwas bunter werden.
So wie auf dem Bild rechts sah der Laden bisher aus.



Und das haben wir daraus gemacht (ja, es wurde ein langer Abend...):
Wir haben eine Wand eingezogen und ein paar Regale daran befestigt. Hinter der Wand ist eine kleine Höhle entstanden, die für alles mögliche genutzt werden kann. Ein LED-Band beleuchtet das Ganze, damit es nicht so eine finstere Ecke ist. Dazu gibt es eine Kasse und noch ein paar Nettigkeiten zum Verkaufen... den Wurstzipfel, die Ketchupflasche, den Eisständer und etwas Gemüse. Und von der Oma selbstgenähte Nudeln (Die könnt ihr hier sehen).
Ich bin gespannt, was er dazu sagt, wenn er aufwacht!

Mittwoch, 8. Januar 2014

Oma

Rückmeldung aus der Sendepause. Eigentlich wollte ich eine Menge Dinge schreiben in den letzten Wochen: Weihnachtsdeko wollte vorgestellt und Plätzchenrezepte verbreitet werden, die Kinder machen allerhand Neues und überhaupt eignet sich die Zeit zwischen den Jahren ja vorzüglich um über Sinn und Unsinn des Lebens zu schwadronieren.

Doch dieser Jahreswechsel war anders. Am 19. Dezember stirbt meine Lieblingsoma. Weder plötzlich noch unerwartet, doch das macht es nicht weniger schmerzhaft. Mit ihr gehen so viele Geschichten, so viel Wissen und Erinnerung. Und es geht einer der Fixpunkte im Familiengefüge.

Und es passieren noch ganz andere Dinge. Dieses Knarren im Generationengebälk, wenn nach der eigenen Mutter plötzlich nichts mehr kommt. Wenn man selbst langsam in die Position der Eltern aufrückt. Das habe ich mit der Geburt meiner Kinder nicht so empfunden, hier blieben die gefühlten Familienstrukturen unangetastet, auch wenn sich unten eine neue Generation angeschlossen hat. Erst mit dem Fehlen derer, die immer da waren - die in meiner Erinnerung auch schon immer alt waren - gerät alles in Bewegung.
Vielleicht empfinde ich dies auch nur so, weil ich so lange Großeltern haben durfte, ja noch immer haben darf. Das mag sein. Doch so richtig bewusst wird mir das erst in diesen Tagen.

Vier Frauen-Generationen im August 2013