Dienstag, 30. August 2016

Eine Auftragsarbeit


Heute möchte ich euch mal eine Auftragsarbeit zeigen: ein Set für einen kleinen Buben zum ersten Geburtstag.

Genäht habe ich einen Trotzkopf von schnabelina und eine Pumphose Frida von Milchmonster, beides in Größe 86.

Die Pumphose habe ich unverändert belassen, den Trotzkopf habe ich leicht abgeändert: Da ich die Naht quer über das Vorderteil nicht mag, habe ich den unteren Teil direkt an die Passe angeschnitten. Der untenliegende Teil der Passe wird dann direkt an das Bündchen des obenliegenden Teiles angehäht, der Wickeleffekt ist also rein optisch. So verrutscht nichts und der Halsausschnitt ist noch immer weit genug.

Das Stöffchen ist ein lange gestreichelter Schatz, aber jetzt ist wirklich nur noch ein Fitzelchen übrig. Die Rhinos sind aber wirklich soo süß!

Natürlich wird so ein Stück dann auch hübsch verpackt. Wenn ihr mir verratet, für welchen Anlass, auch so, dass es direkt verschenkt werden kann. Vom einfachen Geschenkpapier bis zur eigens angefertigten Box - alles ist möglich. Und wenn gewünscht auch mit passender Karte. :-)

Schnitt: Trotzkopf und Pumphose Frida
Stoff: Rhino Boy von lillestoff, grüner Jersey vom Stoffhändler, rauchblaues Bündchen von Stoffonkel
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Montag, 29. August 2016

Paradiesische Post

Erwartet hatte ich Samstagnacht bei unserer Heimkunft eigentlich zwei paradiesische Umschläge - vorgefunden habe ich aber drei : )
Ich habe im Urlaub "einen Bogen" um Michaelas Mailart-Sammlung gemacht, ich wollte mich doch überraschen lassen!

Die nächsten Seiten in der Reihe kamen von Lisa:

Auf einer Seite lag die Karte für ihre nächste Ausstellung obenauf, zusammengebunden waren die Seiten mit einem "Sehnsuchtskärtchen".
Für die Außenseite hat Lisa Notenpapier verwendet und für die zweite Seite ein Blatt aus einem Atlas.

Beim Durchblättern sieht es dann so aus:
Verschiedene Drucktechniken, gezeichnet, gestempelt... das volle Programm : )
Und die Doppelseiten, wieder jeweils Vorder- und Rückseiten untereinander, wunderschön:

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Weiter geht es mit Michaelas wortwörtlichen Paradiesseiten.
Obenauf mit einem bedruckten Kärtchen:

Überhaupt war auf dem Umschlag der Stempelabdruck zu finden, der mich in ihrem Post schon so fasziniert hatte.
Beim Durchblättern das buchstäbliche Paradies, Idee und Umsetzung mal wieder so was von klasse!! Es kommt alles vor, was das Paradies so hergibt : )
Die Doppelseiten untereinander, und das "A" trifft auf Adam, das "E" auf Eva und trotzdem auf der Doppelseite nebeneinander, genial!

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Und nun noch meine Überraschungspost von Ghislana, zusätzlich mit Sämereien im Origamitütchen! Der mit Schnur bedruckte Umschlag zeigt innen einen Plan vom Staatsforst Simmern - also nicht weit von mir entfernt : )

So sehen Ghislanas Seiten beim Durchblättern aus, das erste "Heft" mit Leaf-Monoprints, wir sind ja beide große Fans von Brunhilde und Fritz!
Das zweite Heft mit Gelliprints, beide in Seiten mit paradiesischen Worten gehüllt:
Und die Druck-Doppelseiten, jeweils Vorder- und Rückseiten untereinander:

Ganz-ganz herzlichen Dank Ihr Lieben! Ich freue mich schon auf's Binden all der schönen Seiten!

Und nun ab zur stetig wachsenden, sehenswerten Paradies-Sammlung von Michaela.

verlinkt auch bei den Zwergstücken 

Dienstag, 23. August 2016

Geschwisterset fürs Meer


Für den diesjährigen Urlaub am Meer habe ich den Dreien ein Geschwisterset genäht.

Dummerweise bin ich davon ausgegangen, dass die Minimaus bis zum Urlaub bestimmt läuft - und habe auch für sie ein Kleidchen gemacht. Ist zum Krabbeln zwar nicht ganz so geschickt, aber es geht. Und es ist einfach so niedlich! :-)



Genäht habe ich das Shirt Moritz für den Piraten und je ein Kleidchen für die beiden Mädels.

Als Basis für die Kleidchen diente das Freebook  Kapuzinchen, allerdings habe ich es anders geteilt, die Taschen eingebaut und den Halsauschnitt etwas größer und mit Belegen genäht.
Außerdem habe ich die Seitennaht in die Teilung verlegt, da ich das Bild in den seitlichen Einsätzen nicht noch einmal unterbrochen haben wollte. Die Ärmel kann man daher erst einsetzen, wenn das Oberteil schon geschlossen ist. Das ist aber auch kein Problem, hat man früher immer so gemacht.

Das Kleidchen für die Minimaus bleibt ganz schlicht, das Kleid für die Räuberin ziert ein applizierter Krake (die Tentakel habe ich in Schwarz aufgesteppt, was man auf den Fotos leider nicht sieht.) und auf dem Shirt konnte ich endlich mal wieder ein paar Webbänder unterbringen: einmal die Wale und dann noch eine kleine Totenkopfflagge an der Seitennaht.

Schnitt: Moritz von ki-ba-doo und Kapuzinchen
Stoff: Quallen und rote Streifen von Stoffonkel, blaue Streifen aus dem Fundus
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Freitag, 19. August 2016

Siebdrucken bei Jeromin in Mannheim

Wie ich hier schon einmal kurz angerissen hatte, war ich von 5. - 7. August in Mannheim bei einem Siebdruck-Kurs. Geleitet wurde der Kurs von Sabine Jeromin, die uns an ihrem wirklich unerschöpflichen Fachwissen teilhaben ließ. Es war ein soo inspirierender Kurs, wir waren eine sehr kleine Gruppe und es war ein äußerst schönes Miteinander! An dieser Stelle deshalb auch ein herzliches Danke an meine "Mitstreiterinnen" Rita Weins und Frau Lotterfix und vor allem an Sabine, dass sie den Kurs mit so wenigen Teilnehmern überhaupt durchgeführt hat! Liebe Sabine, wir haben den Luxus zu schätzen gewusst!
Jede hatte einen Riesentisch für sich allein.
Wir fingen mit "leeren" Sieben an, und es war für mich ganz erstaunlich, wie sich damit Flächen/Hintergründe gestalten lassen. Ich war das ganze Wochenende über im Blau-türkisfieber, der vordere Stoff ist meiner. Verwendet habe ich hier Zitronengelb, Türkis und Royalblau und puren Verdicker.
Gleich am Freitag richteten wir uns auch Siebe für den Breakdown. Hier wird verdickte Farbe mit einer Linerflasche auf das Sieb gebracht, oder aufgespachtelt und verschiedenste Dinge hineingelegt, oder mit einem Pinsel aufgemalt, oder, oder, oder...
Mit diesen Sieben haben wir am Samstag und Sonntag gedruckt. Die Farbe der unteren Siebe war am Samstag (vor allem unter den aufgelegten Sachen) noch nicht richtig trocken. Die mittleren Siebe sind meine. Auf dem unteren Sieb kann man das Heißkleber-Blatt sehen, welches später noch als Stempel zum Einsatz kam.
Aus den oberen Sieben mit den Linien entstanden diese Stoffe:
Links von Rita, rechts von Frau Lotterfix.
Dies ist mein Stoff. Die grüne Fläche habe ich nach dem Umspannen des Stoffes noch "angefügt".
 Mit den unteren, schier ganzflächigen Breakdownsieben entstanden diese Stoffe:
Hier wieder links der Stoff von Rita, rechts von Frau Lotterfix.

Mein Stoff ist ein Baumwollköper aus Altbeständen.
Mittig darauf hatte ich noch einen Seiden-Chiffonschal gespannt, durch diesen dünnen Stoff kann man "durch" drucken, denn wie man auf dem oberen Bild sieht, erkennt man keinen Unterschied.
Die dunklen Blätter sind mit dem Heißkleber-Blatt und blauschwarzer Farbe noch nachträglich "aufgestempelt". 
Diesen Stoff möchte ich von der Rückseite aus noch mit einem sehr hellen Braun spachteln. Solange der Verdicker noch nicht ausgewaschen ist, sind die Fasern hier reserviert und es werden (hoffentlich) nur die weißen Stellen gefärbt (ich werde berichten).

So sieht mein gewaschener Schal aus.
Dann haben wir Schablonen aus Overheadfolie geschnitten. Ich habe damit meinen Anfangsstoff (auf dem ersten Foto noch aufgespannt) bedruckt und so sieht er nun aus:

Desweiteren probierten wir simple Papierschablonen aus. Ich wollte keine klaren Kanten, deshalb habe ich mit nassem Pinsel Linien auf zwei Blätter gezeichnet und die Innenausschnitte dann herausgelöst. So hatte ich die genau passende Positiv- und Negativschablone erhalten.
Die Schablonen können auf den Stoff gelegt werden, dann das Sieb darauf und mit Farbe darübergerakelt - und die Schablonen bleiben durch die Farbe an dem Sieb "kleben".
Zuerst wurde die blaue Fläche gedruckt, die beiden "Striche" bleiben jeweils frei. Danach habe ich die Papiere mit den ausgerissenen Streifen passgenau auf dem Stoff platziert, das Sieb aufgelegt und mit oranger Farbe die Streifen gedruckt.

Dieses Stoffstück ist mein "Putztuch", da möchte ich mal noch mit Entfärber spielen.


Auch habe ich "mein" Breakdown-Sieb noch ausgeliehen, mir tat es so Leid um das, was da noch alles drin steckt:


Das Wochenende hat ganz unglaublich viel Spaß gemacht!
Und mein Ziel ist es, mein noch überhaupt nicht fundiertes Wissen aus dem letzten Kurs in Speyer und diesem Siebdruck-Kurs zu vertiefen und beides miteinander zu kombinieren.
Und natürlich auch weiter zu Schreiben, Bücher zu binden, zu Stricken, ... Ach ja, vor dem näher rückenden Rentenalter ist mir nicht bange! ; )

verlinkt bei: Freutag, meertje, crealopee

Mittwoch, 17. August 2016

Behütet



Zusätzlich zu den Kappen (klick Ronja und Elias) gab es für die beiden Großen je noch einen klassischen Sonnenhut. Die Kappen sind bei knallender Sonne einfach zu warm, außerdem haben sie keinen Nackenschutz. Ich hatte also genug Rechtfertigung, mich noch einmal an zwei Hüte zu setzen. ;-)

Die Stoffauswahl trafen die beiden selbst, Ronja wünschte sich einen Zirkushut und Elias stand ganz klar auf die Totenköpfe. Also los!

Genäht habe ich zwei Sommerhüte Leon von Zierstoff. Und zwar die Wendeversion - dann sind sie zwar doch wieder etwas wärmer, aber in der Regel fällt das nicht ins Gewicht.
Aber da die Krempe eh gedoppelt werden muss, macht es kaum mehr Arbeit und man hat gleich zwei unterschiedliche Hüte.
Ich find das ja immer toll, wenn man mehrere passende hat.



Schnitt: Leon von Zierstoff
verlinkt bei: kiddikrammade4boysFür Söhne und Kerlesaisonal sewingzeig-genähtesAWSMMI


Dienstag, 16. August 2016

Pinselrolle


Schon länger juckt es mich in den Fingern, mal wieder draußen zu malen. Überhaupt wieder einen Pinsel in die Hand zu nehmen. Viel zu lange habe ich das nicht gemacht.

Und damit ich selbige Pinsel nicht als lose Sammlung mit mir herumschleppen muss, habe ich mit eine Pinselrolle genäht. Neben meinen Lieblingspinseln beherbergt sie noch einen Lappen und ein paar Bleistifte.
Somit ist alles dabei, was ich brauchen könnte.

Ein Schnittmuster gibt es nicht, das habe ich mir nach der Anzahl und Dicke der Pinsel und Stifte eingemessen. Gefüttert habe ich alles mit einem dünnen Volumenvlies, damit die Rolle etwas mehr Stand hat.

Dann also ab in die Natur! Die schöne Rolle sollte doch motivieren, sie auch zu benutzen.
Mal sehen, ob ich nach zehn Jahren Abstinenz überhaupt noch einen gescheiten Strich aufs Papier bringe.... mir schwant Fürchterliches. ;-)


verlinkt bei: zeig-genähtes, Taschen und Täschchen, Lieblingsstück, creadienstag, Dienstagsdinge, HoT.