Montag, 5. März 2018

Freundebuch

Letzten Herbst hat für den großen Räuber die Schule begonnen, da braucht man natürlich auch ein neues Freundebuch - zumal sein Kindergarten-Freundebuch bis auf die letzte Seite gefüllt war.
Wir hatten uns damals für die Spiralbindung entschlossen, damit wir bei Bedarf noch weitere Seiten einfügen könnten. Aber als Schulkind braucht man schon etwas "Erwachseneres"!
Schwarz sollte es sein und mit einen Feuer speienden Drachen. Für etwas mehr Pep hab ich das schwarze Bezugspapier mit goldenen und silbernen "Sternen" besprenkelt.
Da die Mittelspirale beim Hineinschreiben auch etwas stört, habe ich das Buch nun koptisch gebunden. Leider kam die neue Bindeart von Gerdi für mich einen Tag zu spät, aber ich denke, Elias wird es mir verzeihen. Der Zwirn ist mit gelber, grüner und blauer Aerocolor eingefärbt.

Auf der ersten Innenseite stehen seine Daten - damit das Buch auch immer wieder zurück kommt! Für seinen Namen wollte ich eine gotische Schrift verwenden, aber die einzige gebrochene Schrift, die ich bisher gelernt hatte, ist die Rotunda. Ich wollte sie aber noch gebrochener und bin unter Manuskript- oder Hansa-Gotisch fündig geworden. Ich tat mich mit einigen Ansätzen allerdings etwas schwer, weshalb ich sie auch "hingemogelt" habe;)
Der Name ist dann noch mit schwarzem, glimmerigem Wink of Stella nachgemalt und das i-Tüpfelchen ist das Drachen-Siegel.


verlinkt beim Sonntagsglück ,dem nosewmonday und den Magic-Crafts
Eigentlich wollte ich letzte Woche alles noch fertig haben, damit das Gesicht noch zu Susannes Papierliebe gekonnt hätte. Jetzt sehe ich aber, dass das Thema diesen Monat Planteten und Weltall sind - vielleicht darf ich ja mit dem Sternenhimmel auch dazu?

Freitag, 16. Februar 2018

Fotoalbum für ein Museum

Vor längerer Zeit schon bekam ich den Auftrag, ein Fotoalbum (also ein Leerbuch) für ein kleines Museum zu machen. Das Mammutformat von 30 x 40 cm machte mir schon etwas Bauchweh, weshalb ich es auch einige Zeit vor mir her geschoben hatte.

Es sollte rot-grau werden und ein Foto auf dem Cover, sowie das Logo auf der Rückseite bekommen. Damit es flach aufgeschlagen werden kann, entschieden wir uns für die koptische Bindung.

Damit es auch etwas "aushält", wenn die Besucher darin blättern, bezog ich es mit Buchbinderleinen - was die ersten Probleme aufwarf: Da das Leinen weniger "nachgiebig" ist, als z. B. Ingres, bildeten sich die geprägten Buchstaben nicht so deutlich ab, wie ich das gewohnt war und deshalb natürlich auch erwartet hatte. Damit sie doch einigermaßen zu erkennen sind, habe ich sie ganz zum Schluss noch leicht eingefärbt.
Das Logo auf der Rückseite geht über drei Ebenen, die mit Fotokarton aufgebaut sind.
Da die Buchdeckel aus Stabilitätsgründen aus Weichfaserplatten sind, habe ich alles mit aufgeklebtem Fotokarton gemacht, auch die "Fenstervertiefung" auf der Vorderseite. Statt das Fenster wie bei Grau- oder Finnpappe abzutragen, ist der Fotokarton-Rahmen in zwei Lagen aufgeklebt.
Insgesamt sind es 13 Lagen aus dunkelgrauem etwa 220g Karton von Hahnemühle. Die Lagen bestehen jeweils aus zwei Doppelseiten mit einem Kartonstreifen in der Mitte, damit der Buchrücken dicker wird und die Seiten weniger sperren, wenn Fotos eingeklebt sind.
Damit ich die Seiten möglichst identisch zugeschnitten bekam, habe ich mir meinen Rollschneider mit Tape auf dem Tisch fixiert. Als Anschlag befestigte ich dann, auch mit Tape, ein langes Lineal.

verlinkt beim freutag

Freitag, 9. Februar 2018

Schreiben und Buchbinden - eine Symbiose

Vergangenes Wochenende durfte ich mich zum ersten Mal als Kursleiterin und nicht als Teilnehmerin im Jeromin-Werkladen vergnügen :) Denn ein Vergnügen ist es immer, egal, ob in Mannheim oder in Speyer. Und ein Vergnügen war es auch letztes Wochenende für mich, es hat Riesenspaß gemacht!
Den Samstag über haben wir Schrift geübt, was das Zeug hielt, alles basierend auf der eigenen Handschrift. Gezeichnete Schriften mit Bleistift, Fineliner, Doppelstiften und Brushlettering mit verschiedenen Pinselstiften. Um dann am späten Nachmittag noch die Einbände für die Bücher vorzubereiten, damit die Farben über Nacht in Ruhe trocknen konnten. Da wurde gespachtelt, gerollt, gepinselt und gestrichen.
Vom Samstag habe ich leider keine Fotos - irgendwie hatte ich es vergessen :(
Geliebtes, kreatives Chaos, wie wir es mögen :)
Der Sonntag blieb dann zum Gestalten der Einbände und Innenseiten und zum Binden des Doppellagen-Buches. Es entstanden wunderschöne Unikate in einer fröhlichen Arbeitsatmosphäre! 






Und weil meine Teebeutel als Collagematerial ziemlich beliebt waren, haben alle kräftig mitgeholfen, damit ich meinen Vorrat wieder aufstocken kann ;)
Mädels, mir hat es viel Freude gemacht! Ich würde gerne zur Wiederholungstäterin werden.

verlinkt beim freutag

Dienstag, 30. Januar 2018

Ein Papierobjekt

Gestern Abend hat der Frühjahrs-Kalligraphiekurs in Viernheim begonnen. Unser Papier-, Buchbinde-, Schachtel- ...fachmann hatte ein wunderschönes "Papiergebilde" dabei. Da ich gestern eh von Mano und Lisa mit ihren schönen "Altpapier"objekten angefixt war, musste ich beim Nachhausekommen noch ganz dringend in meine Papierkisten steigen und versuchen, dieses "Objekt" hinzukriegen!
Wenn ich im Gellidruck-Fieber bin, verwende ich oft alte Schreib-Übungsblätter. Hauptsächlich aus diesem Vorrat habe ich die Schmuckpapiere zusammengesucht, es sind aber auch noch viiiiel ältere dabei, z. B. die türkis-blauen Stücke von der Hochzeitsdeko von Mareike (da hatten wir noch lange keinen Blog;)).

Das "Gebilde" ist eigentlich wirklich nur ein Spielzeug, aber wenn man die innen hochstehenden "Flügel" nach unten festkleben würde, könnte es auch eine Schale sein (oder einfach was Schweres hineinlegt).
Wie man sieht, durfte ich das vorhin sogar in strahlendem Sonnenschein fotografieren - jippieh, es gibt sie noch, die Sonne!

Weil das Teil aus alten Papierresten neu gemacht ist, darf es auch zu Susannes Papierliebe - uff, ganz kurz vor knapp noch ;-), denn hier wird schon den ganzen Januar über "Altes und Neues" gesammelt.

Nachtrag
Für Ulrike und wen es sonst noch interessiert, es ist ein denkbar einfacher Schnitt:
Die Knicklinien werden alle mit einem Falzbein vorgefalzt und dann in beide Richtigen geknickt, weil es sich später ja in alle Richtungen legen können soll.
Mein schwarzer Karton ist 220 g schwer, ein sog. Universalkarton, der hat auf einer Seite eine Aquarellprägung.
Meine Größe ergab sich ganz einfach, weil mein größter Quadratpuncher 5,8 cm große Quadrate stanzt. Ich wollte es mir einfach machen und brauchte so die Quadrate nur noch zu halbieren, aber jede andere Größe ist denkbar, der schwarze Karton kann ja auch zusammengesetzt werden. Für sehr kleine Teile würde ich aber wahrscheinlich keinen Karton verwenden, sondern Tonpapier.
Ich habe den Karton zum Rund geschlossen und dann erst mit den Dreiecken beklebt. Einfacher ist es, man beklebt die Innenseite zuerst und lässt nur die zwei Quadrate aus, bei denen die Klebelasche befestigt wird. Dann erst diese beiden Dreiecke aufkleben, damit ist die Klebelasche weitestgehend verdeckt.
Meine übrigen Ecken

Freitag, 26. Januar 2018

Freude pur,

aber ob verdient??
Dass ich eine lausige Bloggerin bin, merkt ja jede, die glücklicherweise trotzdem noch ab und zu vorbei guckt. Immer, wenn ich wieder ganz viele gute Vorsätze habe, kommt irgendwas dazwischen - wahrscheinlich bin ich es meistens selber?
Umso mehr bin ich im Glück, denn als ich Mitte Januar von den (großen und kleinen) Kindern (und der Baustelle) zurück kam, erwartete mich wunderschöne Post von dieser sehr lieben "Mit-Schreiberin" - die ich letztes Jahr sogar endlich "in echt" kennenlernen durfte!!! (Wiederholung bitte!!)
Liebe Karen, die Streifenkarte hab ich sofort noch meinen Dezember-Streifenschätzen einverleibt!

Gestern fand ich diese superschön verhexte Karte im Briefkasten, Freude pur! Danach erst entdeckte ich ihren Post dazu, aber das "A" (wie Auge) war mir gleich schon in selbiges gesprungen:) Liebe Ulrike, es ist allerhöchste Zeit, dass unser angedachtes Treffen in die Tat umgesetzt wird!

Und - nein, die Freude hat noch kein Ende!! Heute bekam ich diese Collagenkarte von einer Meisterin auf vielen Gebieten, die ich für ihre Herangehensweisen sehr bewundere! Auch wir durften uns letztes Jahr im "realen Leben" begegnen:) Ja liebe Susanne, wir sollten die Zeit wirklich nutzen, solange wir noch so nah beieinander wohnen!

Ihr Lieben, ich möchte mich ganz herzlich bei euch bedanken! Trotz all meiner "Nachlässigkeiten" möchte ich das Bloggen auf gar keinen Fall missen! 

Verlinkt beim Freutag!!

Freitag, 12. Januar 2018

Abschlussarbeiten des Herbst-Kalligrafiekurses

Hier hatte ich ja schon einmal über unseren Herbstkurs geschrieben, bei dem wir unsere eigenen Alphabete nach Bildern bekannter, berühmter Maler "finden" sollten.

Mein neues ABC mit weniger schwarzen Flächen und keinem so leuchtenden Blau ist noch nicht fertig.
An den Formen habe ich wenig geändert, hauptsächlich sind die "Schläuche" dicker geworden und das Q weniger flächig.










Als Abschlussarbeit machte ich ein kleines Leporello mit einem Text über Zeit.

Für die "Buchdeckel" verwendete ich 2 mm dicke Finnpappe. Die Vertiefung ist aus der Pappe herausgehoben und der Buchstabe "Z" dann 2-mal aus Fotokarton geschnitten und aufgeklebt. Das Ganze dann mit im Hintergrundblau des Bildes eingefärbtem Ingrespapier bezogen.
Den Buchstaben habe ich zuerst weiß grundiert, dann bunt bemalt und schwarz umrandet.

Die Seiten sind aus 200 g Aquarellpapier. Der Text ist auf separate Blätter geschrieben, dann auf Reste des Einbandpapieres geklebt und mittels kleiner Schlitze im Leporello befestigt. Der Text ist in einer "freien" Form der römischen Kursive geschrieben.

Und nun dürft ihr euch über die Arbeiten meiner "Mitstreiter" freuen:

Achim hatte den "Tiger" von Franz Marc gezogen.

Barbara setzte sich mit einem Bild (dessen Titel ich nicht kenne) von Armin Liebscher auseinander.

Elkes ABC entstand nach Franz Marcs "Pferde und Adler". Sie hat gleich zwei Karten mit den Buchstaben gestaltet.

Für Franziska war "Gelb - Rot - Blau" von Wassily Kandinsky die Aufgabe.

Hanne beschäftigte sich ausgiebig mit August Mackes "Blick ins Gartenhaus". In der Gold-Silber-Schwarz-Version rechts oben hat sie ihre ganze Weihnachtspost gearbeitet.

Hans' ABC entstand nach dem Bild "Innenhof des Landhauses in St. Germain" von August Macke.

Monika war superfleißig und hat u. a. das ABC nach Paus Klees "Tempelgärten" in Gouache und Aquarell angelegt.

Ruth hat wie ich ein Bild von Joan Miró gezogen. Ihres hat den etwas sperrigen Titel: "Libelle mit roten Flügeln eine Schlange jagend".

Susanne arbeitete mit den "Füchsen" von Franz Marc.

verlinkt beim freutag